Programm 2: Zorns Lemma

 1970
60 min.
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Ein Zentralwerk: Schon 1970, als Zorns Lemma beim New York Film Festival – als erster dort gezeigter Avantgarde-Langfilm – Premiere feiert, sorgt er für Furore und Debatten. Jonas Mekas feiert die geheimnisvolle Originalität, Ernie Gehr die komplexe Poesie, Amos Vogel sorgt sich wegen der "unerklärlichen Herrlichkeit", mit der "Bedeutung" im herkömmlichen Sinn ("psychologisch, politisch, persönlich oder wie auch immer") eliminiert werde. Zorns Lemma demonstriert mustergültig Hollis Framptons Genie, aus klaren Konzepten verblüffende wie vielschichtige Kino-Wunder zu formen: Erst liest eine Frauenstimme aus einem Schulbuch (über das Lernen des Alphabets mittels Bibelsätzen), dann wird das ABC über Aufnahmen von New Yorker Straßenschildern nachgebildet, die schrittweise durch andere Bilderfolgen ersetzt werden (etwa x = Feuer). Es entsteht ein Garten der (Bedeutungs-)Pfade, die sich verzweigen, erforscht in hypnotisch-metronomischem Rhythmus. (C.H.)

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Hollis Frampton

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