Filmkritiken
18.04.2013

ZWISCHEN KUBA-KRISE UND PRIVATER TRAGÖDIE

Der Welt droht die Kuba-Krise, einem Mädchen der Verlust der besten Freundin: Sally Potters etwas fragmentarisch hingeworfenes Porträt zweier Teenagerinnen im London des Jahres 1962 verknüpft die innere Zerrissenheit einer Schülerin mit einer Politkrise.

Ginger und Rosa sind beste Freundin. Liebevoll glätten sie einander das lange Haar mit dem Bügeleisen und baden in (engen) Jeanshosen. Als Rosa mit Gingers Vater ein Verhältnis beginnt, gerät Gingers Welt aus den Fugen.

Elle Fanning spielt das suchende Mädchen mit beeindruckender Verletzbarkeit, ausgeliefert an hilflose Erwachsene. Nichts ergibt Sinn, weder politisches Engagement, noch der private Rückzug. Doch gerade diese Zerrissenheit macht die Qual der Jugend spürbar.

Zwei Teenager-Mädchen im London der 60er Jahre brechen aus dem tristen Alltag aus, doch der emotionale Abgrund zwischen ihnen wird immer breiter.