Aber den Sinn des Lebens hab' ich immer noch nicht rausgefunden

 D 1990
Independent 52 min.
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Seit seinem 24. Geburtstag zeichnet der deutsche Filmemacher Jan Peters sein Leben auf: Er filmt in Episoden private Bekenntnisse, philosophische Betrachtungen oder auch sanfte Wutausbrüche. Über die Jahre hinweg ist auf diese Weise allmählich eine Sammlung von Eindrücken eines fortschreitenden Lebens entstanden. Seit dem Jahr 2006 liegen nun insgesamt sechzehn derartige Momente vor. 1990 habe ich mich zum ersten Mal vor meine Super-8-Tonfilmkamera gestellt, um eine Bestandsaufnahme meines Lebens aufzuzeichnen. So entstand der Film Ich bin 24, in dem man mich genau eine Super-8-Filmrolle lang, also fast drei Minuten, über mein Leben sprechen sieht, bis das Ende der Rolle mir plötzlich mitten im Satz das Wort abschneidet. Ein Jahr später habe ich Ich bin 25 gedreht - und so weiter, bis heute. Herausgekommen ist die (unvollendete) Serie mit dem Titel Aber den Sinn des Lebens hab' ich immer noch nicht rausgefunden, in der sich verworrene Ideen mit großen Erkentnissen mischen: Ich flitzte über imaginäre Grenzen zwischen Aufgeräumten und Unordentlichem; lese jeden morgen die Zukunft aus der Kloschüssel und behauptete 24 Mal am Tag die Wahrheit zu sagen; versuche verzweifelt, die Mathematik mit der Realität zu verbinden. All das in einem Redefluss, dessen Geschwindigkeit oft die Schallmauer meiner eigenen Gedanken durchbricht. Durch nichts aufzuhalten, den Sinn doch noch zu finden. 1999 hatte ich gehofft, eine Planetenkonstellation könnte mir die Antwort geben. Als die Sonne sich am 11. August verfinsterte, habe ich nicht aufgehört, für meinen Film Ich bin 33 in die Kamera zu sprechen. Und vielleicht ist es ja mir zu verdanken, dass die Sonne wieder aufgetaucht ist. (Jan Peters)
(Text: Viennale 2008)

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Jan Peters
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