Abschied vom falschen Paradies

 Deutschland 1989
Drama 92 min.
6.90
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Ausgerechnet das Gefängnis wird der Türkin Elif zur zweiten Heimat, in der es ihr mehr und mehr gelingt, aus dem Käfig ihrer patriarchalischen Wertvorstellungen auszubrechen.

Die Türkin Elif (Zühal Olcay) hat keinen anderen Ausweg aus der Ehehölle gefunden, als ihren Mann umzubringen. Ausgerechnet das Gefängnis wird ihr - nach einer langen, langsamen und schmerzlichen Phase der Eingewöhnung - zur zweiten Heimat, in der es ihr mehr und mehr gelingt, aus dem Käfig ihrer patriarchalischen Wertvorstellungen auszubrechen. Schritt für Schritt erkämpft sie sich ihre Selbständigkeit, wird zu gleichberechtigten Beziehungen fähig und findet ihren Weg. Doch ob der Weg zurück tatsächlich in die Freiheit führt, steht noch dahin; Elif droht die Abschiebung und weitere Verfolgung durch die türkische Justiz.

Zwanzig Jahre nach der Uraufführung ist Tevfik Basers Film unvermindert aktuell. Nach wie vor sehenswert ist dieses Migranten-Melodram gerade deshalb, weil es nicht um eine realistische Abbildung des Gefängnisalltags geht, sondern um eine Parabel über Möglichkeiten und Grenzen des Ausgangs aus nicht selbst verschuldeter Unmündigkeit. (cb/is) (Text: Filmarchiv Austria)

Details

Zühal Olcay, Brigitte Janner, Ruth Olafdottir, Barbara Morawiecz, Ayse Altan, Serpil Inanc, u.a.
Tevfik Baser
Tevfik Baser, Sybille Schönemann

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