Am Ende kommen Touristen

 D 2007
Drama 26.10.2007 85 min.
6.90
Am Ende kommen Touristen

Der junge deutsche Sven tritt seinen Zivildienst im polnischen Oswiecim an - besser bekannt unter dem deutschen Namen Auschwitz.

In Robert Thalheims einfühlsamen Film über das Leben zwischen Zukunftsträumen und der Konfrontation mit der Geschichte tritt der junge deutsche Sven seinen Zivildienst im polnischen Oswiecim an - besser bekannt unter dem deutschen Namen Auschwitz. Eher hilflos steht er seiner neuen Aufgabe, sich um den KZ-Überlebenden Krzeminski zu kümmern, gegenüber: Die fremde Sprache, die Bedeutung des Ortes und die eingespielten Routinen der Vergangenheitsbewältigung erschweren eine Annäherung der beiden so unterschiedlichen Männer. Als Sven auf die polnische Dolmetscherin Ania trifft und sich in sie verliebt, lernt er ein Leben jenseits der Begegnungsstätte kennen.

Details

Alexander Fehling, Ryszard Ronczewski, Barbara Wysocka, Piotr Rogucki, Rainer Sellien
Robert Thalheim
Uwe Bossenz
Yoliswa Gärtig
Bernd Lange
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Kritiken

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User Kritiken

  • Die Touristenfalle
    Es ist der etwas andere Auschwitz-Film. Vom Lager sehen wir so gut wie nichts, nur vom Drumherum. Hier macht ein deutscher Zivi Sven (Alexander Fehling) Dienst. Unter anderem betreut er einen Ex-Häftling (äußerst authentisch Ryszard Ronczewski) und verliebt sich in die polnische Fremdenführerin Ania (Barbara Wysocka).
    Regisseur Robert Thalheim macht einen ökonomischen Ansatz: die Vermarktung des berühmten KZs. Denkmalenthüllung unterstützt von deutschen Firmen, die auch unzuverlässige Polen entlassen. Sven kommt sich überflüssig vor und packt frühzeitig seine Sachen. Mit Ania hat es auch nicht geklappt. Der Ort des Todes soll wohl keine gute Location für die Liebe sein. Dabei hätte das Pärchen schon mehr für die Völkerverständigung tun können. Ein kurzer Dialog und eine Fahrradtour um das KZ sind da zu wenig. Anias Bruder schießt da auch noch quer. Diese Figur passt so gar nicht ins Konzept. Sie schafft eher Verwirrung. Als Sven am Bahnhof plötzlich wieder kehrt macht, ist das recht unglaubwürdig. Reicht da wirklich der Kurzauftritt einer Karikatur von einem Lehrer, um ihn umzustimmen?
    Interessant weil anders, bleibt aber in den Startblöcken, weil irgendwie unfertig. Der Titel weist auf eine anschließende Diskussion hin.