Anleitung zum Unglücklichsein

 D 2013
Komödie 01.02.2013 87 min.
5.70
Anleitung zum Unglücklichsein

Eine Frau aus Berlin steht sich einfach immer selbst im Weg und fühlt sich als weiblicher Pechvogel. Daran ändern auch die Ratschläger ihrer toten Mutter nichts, die regelmäßig erscheint.

Tiffany Blechschmid (Johanna Wokalek) ist verträumt, abergläubisch
und Single. Ihr Feinkostladen in Berlin-Kreuzberg
läuft sehr gut, trotzdem glaubt sie sich vom Pech verfolgt. Die
Ampeln springen auf Rot, wenn sie sich nähert, der Nachbar
ignoriert sie rüde und in der Liebe geht sowieso alles schief.
Egal, ob der smarte Polizist Frank (Benjamin Sadler) ihr den
Hof macht oder der verträumte Fotograf Thomas (Itay Tiran):
Tiffany steht sich einfach immer selbst im Weg. Zu allem
Überfluss erscheint ihr regelmäßig ihre tote Mutter (Iris Berben)
und überschüttet sie mit neunmalklugen Ratschlägen.

Tiffanys Leben gerät vollends aus den Fugen, als Hans Luboschinski
(Richy Müller), ihr Klavierlehrer aus Kindheitstagen,
ins Haus gegenüber einzieht. Längst verschüttet geglaubte
Erinnerungen kommen hoch und überraschende Erkenntnisse
warten auf die junge Frau. Sollte Tiffany am Ende doch noch
den Weg zum Glück finden?

Details

Johanna Wokalek, Iris Berben, Richy Müller, David Kross
Sherry Hormann
Maurus Ronner
Wojciech Szepel
Sherry Hormann, Andrea Willson
Filmladen

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tiffanys Glück
    Ein wunderbares Märchen, das von einer großartigen Johanna Wokalek getragen wird. Sie heißt Tiffany Blechschmid, hat ein Restaurant und kommt ein wenig wie Amelie daher. Der Titel ist etwas irreführend, denn Tiff will ja eigentlich glücklich sein. Doch gleich zu Beginn weist der Off Kommentar die Zuschauer in die richtige Richtung. Es gibt jede Menge Sinnsprüche in Bezug auf Glück wie ‘Wenn ich auf mein Unglück trete, stehe ich höher‘ oder ‘Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist‘. Dafür ist Zulieferer und Küchengehilfe Benno (David Kross kreiert hier einen echten Typen) und Nachbar Paul (Michael Gwisdek) zuständig. Aus dem Promi-Ensemble ragt besonders Iris Berben als Tiffanys Mutter heraus. Eigentlich ist sie ja schon gestorben, liegt aber bisweilen im Bett neben ihrer Tochter, wenn diese gerade versucht Liebe zu machen. Beim zweiten Anlauf klappt es ja dann endlich mit dem Fotografen Thomas (Itay Tiran). Er hat einen Hund (Basset) und sie einen Vogel (Tukan). Richy Müller als Mutters Lover mit Suizidneigung bringt etwas Melodramatik ins Spiel.
    Die eigenartige Komik kommt vom distanziert ironischen Kommentar, der wohl dem Original von Watzlawick nachempfunden ist und den märchenhaften Träumereien der Heldin. Indem das Unglücklichsein konterkariert wird, wird Tiffany am Ende notgedrungen glücklich. Dem Zuschauer ergeht es ebenso. Es wird ein leicht schwereloser Zustand erreicht, in dem es eigentlich keine fortlaufende Handlung gibt, nur einen Anleitung und eine Suche nach dem Glück, in das man dann ohne es zu wollen wie Tiffany hineinstolpert.