Arbeiter verlassen die Fabrik

 D 1995
Avantgarde, Kurzfilm 36 min.
7.20
film.at poster

Ausgehend von Louis Lumières Werkstorwerk, mit dem für viele 1895 das Kino symbolisch beginnt, wird ein Kernmotiv des Films durch die Dekaden und Systeme betrachtet. Schon bei Lumière ist die Idylle mit Hunderl, beschwingten Beschäftigten, emsig drängelnden Fahrradlern etc. reine Inszenierung (die Angestellten hatten beispielsweise Sonntagsstaat zu tragen). Bei Pudovkin, Dudow, Wildenhahn, Schleif, und wie die Regisseure der von Farocki zitierten Werke alle heißen, wird der Fabrikein- wie -ausgang zu einem zentralen mythologischen Ort: zur Grenzlinie, um welche sich die Politik des 20. Jahrhunderts drehte - deren Wundnaht.

(Text: Viennale 2014)

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Harun Farocki
Harun Farocki

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