Ashes of Time: Redux

 HK/China/Taiwan 1994

Dung che sai duk

Drama, Action 100 min.
7.20
Ashes of Time: Redux

Das Schwertkampfepos von Wong-Kar-WDie zentrale Figur des Films ist der zurückgezogen lebende Schwertkämpfer Ou-yang (Leslie Cheung), der in einer Art Herberge mitten in der Wüste Auftragsmorde vermittelt. Eine Martial-Arts-Revision in Trance.

Ouyang Feng lebt seit einigen Jahren in der westlichen Wüste. Wenn jemand mit dem Wunsch zu ihm kommt, einen anderen zu eliminieren, der Unrecht getan hat, vermittelt er ihm einem Schwertkämpfer, der den Job erledigen kann.
In seiner Hütte treffen die verschiedenen Charaktere des Films aufeinander: der melancholische Kämpfer Huang (Tony Leung Kar Fai), eine psychisch gespaltene Frau (Brigitte Lin), die mal als Yin, mal als Yang auftritt, und ein weiterer Schwertkämpfer, der langsam erblindet (Tony Leung Chiu Wai). Maggie Cheung und Carina Lau komplettieren das Ensemble, innerhalb dessen sich verschiedene Konstellationen und Liebesgeschichten entwickeln. Als rudimentäre Rahmenhandlung dient eine Auseinandersetzung mit Banditen, die ein kleines Dorf in der Nähe der Herberge tyrannisieren.

Indirekt, in achronologischen Fragmenten erzählt (selbst der Off-Kommentar einer Hauptfigur bleibt zersplittertes Mosaik, und die Action-Szenen sind eigenwillig verzerrt, als wären sie halb erinnert), entwirft Ashes of Time ein - von Kameramann Christopher Doyle mit schwelenden, brillanten Farben versehenes und von der größten Götterbesetzung der Dekade gespieltes - Kaleidoskop vom Trauma verlorener Liebe. Rachelüsterner Stillstand und wilde Einsamkeit, poetisch verfremdet durch den Gazeschleier des "Weins des Vergessens": an echo of pain through time.

Details

Brigitte Lin, Leslie Cheung, Maggie Cheung, Tony Leung Chiu Wai u.a.
Kar-wai Wong
Frankie Chan, Roel A. García
Christopher Doyle
Kar-wai Wong

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Die Asche der Zeit
    Die Stärke des Regisseurs Wong Kar-wai liegt im Zauber der Bilder seines Films. Selbst bei völlig statischen Situationen weht noch ein Schleier durch das Blickfeld und bringt Bewegung durch Schattenspiele im gebrochenen Licht. Die Handlung wird zur Nebensache. Da werden reihenwiese Morddrohungen ausgestoßen oder Mordaufträge vergeben. Und das in endlos langen Dialogen, denen man auch nicht so ohne weiteres folgen kann. Zumal wenn sie mit Sprüchen garniert sind wie ‘Die Ursache aller Probleme des Menschen liegt in seinem Gedächtnis.‘ So entfernt sich die Handlung von der Realität. Gelegentlich wird man zurückgerufen durch plötzliche Liebesausbrüche oder Schwertkämpfe und wird immer wieder durch verschlüsselte Dialoge auf Distanz gehalten. Da versiegt auch das Verständnis für das individuelle Drama. So zwingen vage Ahnungen den Zuschauer die wunderschönen Bilder als letzten Halt zu genießen. Mit dem Titel ist auch schwerlich etwas anzufangen. Wenn man die Zeit verbrennt, bleibt Asche übrig. Ist diese Asche dann die Erinnerung? Dem Film kann ich diese Erkenntnis nicht entnehmen.