Bara no sôretsu (Funeral Procession of Roses)

 J 1969
Drama 107 min.
8.30
film.at poster

Eine parodistische Übertragung des Ödipus-Mythos in Tokyos Homosexuellenszene Ende der 60er Jahre.

Eddie, ein Junge, der sich als Frau fühlt, arbeitet in der Gay-Bar Genet als Drag Queen und Animatrice. Ihre Freizeit verbringt sie bei Freunden aus der Underground-Szene mit Kiffen, Shopping, dem Drehen von Super-8-Filmen und bei ausgelassenen Parties. Als Eddie sich auf den Barbesitzer Gonda einlässt, den sie sich jedoch zunächst mit Leda, einem Transvestiten in traditionellem Frauen-Outfit, teilen muss, wird sie in eine wilde Konkurrenz- und Eifersuchtsbeziehung gezogen. Der Film bricht auf allen Ebenen mit der Fiktion. Mit dokumentarischen Elementen und Interviews werden die Produktionsbedingungen des Films reflektiert. Die ödipalen Konflikte werden in dramatischer Überhöhung der Realität entrückt, und selbst auf der Erzählebene des professionellen Nachtlebens und der privaten Auftritte mit Freunden weiß man nicht, woran man ist. Wir können nur vermuten, wo Realität und filmische Fiktion im Leben Eddies ineinander fließen. Ironische Distanz wird in slapstickartig beschleunigten Szenen erzeugt, die in ihrer Lustigkeit in krassem Gegensatz zu Eddies triebgeladenen Tagträumen und der mythologisch übersteigerten Travestie japanischer Ehre stehen. Matsumoto selbst kommentierte folgendermaßen: «Bara no sôretsu machte die Welt der männlichen Prostitution zu einem Paradigma für das zeitgenössische Japan.»

Details

Peter (Eddie), Shiro Yoshimi (Jimmy), Furamenko Umeji (Gureko), Manji Tarô (Nora), Shibayama Mikirô (Philosoph), Tsuchiya Yoshio (Gonda), Ogasawara Osamu (Leda), Azuma Emiko (Mutter), Nakamura Kôichi (Juju), Ôta Sâko (Marie), Uchiyama Toyosaburô (Gebara), Hikonagi Wataru (Sabu), Kobayashi Chieko (Okei), Satô Yô (Radon), Takenaga Keiichi (Semushi), Don Madrid (Tony), Komatsu Hôsei (Lover), Zero Jigen Shôkai, Akiyama Shôtarô (er selbst), Shinoda Masahiro (er selbst), Awazu Kiyoshi (er selbst), Iwasaki Toyoko (sie selbst), Eda Kazuo (er selbst), Ikeda Tatsuo (er selbst), Fujita Shigeya (er selbst), Yagi Jirô (er selbst), Yodogawa Nagaharu (er selbst)
Matsumoto Toshio
Yuasa Jôji
Suzuki Tatsuo
Matsumoto Toshio

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