Beautiful People

 GB 1999
Tragikomödie, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 08.06.2001 107 min.
6.60
Beautiful People

Während 1993 der Krieg in Bosnien seinem Höhepunkt zustrebt, spielt England gegen Holland in der WM-Ausscheidung. Serben, Bosnier, Kroaten und Fußballfans streiten und finden sich in dieser turbulenten Tragikomödie.

Ein sturzbetrunkener Fußball-Fan landet nicht, wie geplant, beim Länderspiel in Rotterdam, sondern mitten im Kriegsgeschehen in Bosnien. In London streiten ein Serbe und ein Kroate, einst Nachbarn und gute Freunde, so heftig, dass sie sich im Krankenhaus wieder finden. Nur wenige Zimmer von den beiden Streithähnen entfernt bringt eine Bosnierin ihr unerwünschtes Kind zur Welt ­ und tauft es auf den Namen 'Chaos'. Ein Ex-Basketballer läuft einer angehenden Ärztin vors Auto und findet so die Frau für´s Leben.

Details

Rosalind Ayres, Charlotte Coleman,Charles Kay
Jasmin Dizdar
Garry Bell
Barry Ackroyd
Jasmin Dizdar
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Kritiken

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User Kritiken

  • Schöne Bescherung
    Eine der gelungensten Integrationskomödien der letzten Jahre mit einem Appell an die Menschlichkeit. Es gibt manch netten Witz aber auch genug Ernsthaftigkeit. Die lose Schnittfolge ermöglicht es, dass wenn es zu melodramatisch zu werden droht, eine humorvolle Situation oder ein Witz die Handlung rettet.(‘Du kannst hier nicht auf den Gleisen schlafen. – ‘Warum nicht?‘ – ‘Du könntest den Lokführer erschrecken.‘) Wenn man die Anfänge dieses Episodenfilms betrachtet, fällt einem zum Titel ‘Schöne Menschen‘ eher so etwas ein wie in der Bedeutung ‘Schöne Bescherung‘. Im Laufe des Films werden dann aber tatsächlich die guten Seiten der Akteure sichtbar, was sie dann auch irgendwie zu ‘Schönen Menschen‘ macht. Dabei werden die Vorurteile keineswegs unter den Teppich gekehrt, nur wohl dosiert entsorgt. Und selbst das Grauen des Krieges hat seinen Platz. Aber typisch für den Film ist z.B. die Amputation eines Beines und als Palliativ gibt’s Koks. Oder die hochnotpeinliche Befragung des zukünftigen Schwiegersohns durch die Upper Class Familie von Portia (Charlotte Coleman). Mutter meint herablassend ‘er ist sehr anders‘. Danach entpuppt er sich als Pianist.
    Die gute Auswahl äußerst unterschiedlicher Geschichten wird durch eine intelligente Verknüpfung ganz natürlich zu einem durchaus überzeugenden Ganzen. Und nach der Salamitaktik werden immer mehr Details offenbart: so z.B. sich Prügelnde Bosnier, ein alleinerziehender Gynäkologe mit Tom und Tim, drei kiffende Nichtstuer, ein BBC Korrespondent und eine vergewaltigte Bosnierin, die ein Kind bekommt. So kann Integration gehen. Mit Verständnis, Offenheit und Hilfsbereitschaft. Keineswegs moralinsauer.

  • einer der bewegendsden filme der letzten jahre!
    ohne große effekte oder sentimentalitäten schafft es der film das leben und "leid" nicht nur des englischen fußball-fans, sondern auch der kinobesucher ob der ereignisse in sarajevo zu relativieren!

    ein absolut sehenswerter film der dem mitlerweile mit dem auslands-oscar ausgezeichneten "no mans land" sicher um nichts nachsteht!