Bergkristall (2004)

 Deutschland 2004
Drama 19.11.2004 92 min.
5.90
film.at poster

Adalbert Stifters Novelle in einer Neuinterpretierung von Joseph Vilsmaier

Dana Vávrová spielt in einer Rückblende eine Mutter kurz nach der Jahrhundertwende, die sich aufgrund einer Feindschaft zwischen zwei benachbarten Dörfern von ihrem Mann (DANIEL MORGENROTH) trennt. Die Kinder des Paares (FRANCOIS GÖSKE & JOSEFINA VILSMAIER) versuchen, sie wieder zusammen zu bringen. Am Weihnachtsabend verirren sie sich in den Bergen und geraten in Lebensgefahr, was die Eltern zur Besinnung kommen lässt.

Basierend auf der gleichnamigen romantischen Novelle von Adalbert Stifter. Nach "Herbstmilch" und "Schlafes Bruder" wendet sich Joseph Vilsmaier damit wieder einer literarischen Vorlage zu, in der Natur und Bergwelt das Schicksal der Menschen bestimmen.

Altersempfehlung: uneingeschränkt

Details

Dana Vávrová, Daniel Morgenroth, Max Tidof, Herbert Knaup, Katja Riemann u.a.
Joseph Vilsmaier
Klaus Richter, nach Adalbert Stifter
Constantin / Concorde

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • scaramangas filmkritik..
    also ich freue mich schon geraume zeit, mir den bergkristall anzuschaun. und dies werde ich auch morgen tun - und dann nochmals nachlesen, ob das hier kritisierte auch meiner meinung entspricht. die ausdrucksweise und form hat mich richtig erschreckt. schon lange habe ich nichts so abscheuliches gelesen.
    aber mitreden kann ich trotzdem noch nicht....
    also werde ich morgen mal schauen, wie der bergkristall auf mich wirken wird....

  • Schlecht, wirklich schlecht!
    Vilsmaier hat einen Film gedreht, der bestenfalls als Weihnachts-Kitsch-Fernsehfilm für schon leicht angetrunkene Bescherungsüberlebende etwas darstellen könnte.
    Das Lustigste an dem Film ist, dass alle - auch Vorarlberger Polizisten - in breitestem Bundesdeutsch - auch: Piefkinesisch - parlieren. So etwas wünsche ich mir auch für den BULLEN VON TÖLZ - Ottfried Fischer in keimfreiem Hochdeutsch, das wäre herrlich. Und dafür sollte in einem Film, der in Berlin spielt, im Stil von Mundl oder Roland Düringer geösterreichert werden. Das wäre dann endlich glaubwürdig... (Bei Dana Vávrová ist übrigens ihr leichter tschechischer Akzent äußerst reizend! Woher ein Bauernmädchen den wohl hat?) US-Filme beschäftigen eigene Coaches, die den Schauspielern bestimmte Akzente beibringen, etwa wenn ein Kalifornier einen Texaner spielt. Aber so etwas haben wir in Europa ja nicht notwendig.
    Oder wurde Österreich schon wieder eliminiert, hat schon wieder ein Anschluss stattgefunden, und ich habe es nicht bemerkt? Bemerkt habe ich allerdings, dass ein großartiges Stück Prosa von Adalbert Stifter hier in einer populär sein wollenden Mainstream-Schmalz-Version verwurstet wird.
    Sehr amüsant war auch Max Tidof als sein eigener Großvater oder Urgroßvater - man hat ihm lediglich einen Schnurrbart aufgeklebt! Wunderbarer Trash!
    Oder nein, doch nicht wunderbar. Sondern der mieseste, dümmste, unsensibelste Film, den ich seit langem gesehen habe. Aber es ist beruhigend, festzustellen, dass, während Deutschland immer mehr Arbeitslose hat, sich die Vilsmaier-Produktionen zu Familienbeschäftigungsunternehmen, wie man sie aus Sizilien kennt, entwickeln. Und die Tochter von Katja Riemann ist auch dabei! Großartig! Leute, geht nicht in Schauspielschulen, sondern sucht euch nur die richtigen Eltern aus.
    Aber vielleicht ist BERGKRISTALL gar kein Film, sondern nur ein großes Sozialprojekt für ansonsten beschäftigungslose Künstler. Das würde einiges erklären. Zum Beispiel, dass man für den Besuch des Films Eintrittsgeld vorstrecken muss - nein, das ist wahrscheinlich eine Spende für den armen Vilsmaier (der 65 ist und wahrscheinlich bald in Rente muss).
    Am besten aber wäre es, für den Besuch von BERGKRISTALL bezahlt zu werden - als Entschädigung für erlittene seelische Qualen.


  • War ich doch letzte Woche zum Wandern in Gaschurn im Montafon...Auf unserer ersten Tour kamen wir auch an der "Valschaviel Maisäß" vorbei und bemerkten sofort diese schöne Kirche mitten auf der Maisäß. Wir fotografierten sofort dieses wunderschöne Panorama und fragte uns, warum im benachbarten Tal extra ein Dorf für "Schlafes Bruder" aufgebaut werden musste, wenn hier schon ein fertiges steht........nunja, wir giengen also weiter und kamen am späten Nachmittag am Ende unserer Tour zurück und wieder an der "Valschaviel Maisäß" vorbei, als es zu regnen anfing. Fünfhundert Meter weiter, wir wahren in der Zwischenzeit schon ziemlich naß geworden, hat dann ein Einheimischer angehalten, der uns in seinem Auto zurück ins Dorf nahm. Da er von der Maisäß kam, sagten wir: so eine schönen Maisäß haben wir ja noch nie gesehen !!. Der Fahrer sagte nur: ja, ja, der Vilsmaier war wieder da und hat hier den "Bergkristall" abgedreht........wir waren erstaunt und fragten noch: dann ist die Kirche womöglich nur eine Kulisse ? Was dann auch so war. Also sind wir Tage später nochmal zur Maisäß gewandert und haben an original Drehplätzen Fotos gemacht, wie gesagt, die Kirche stand noch mit Friedhof sowie eine Tanzfläche. WIR freuen uns auf den Film und vor allem darüber, das wir in EINEM Urlaub ZWEI Drehplätze besuchen konnten, nämlich die von "Schlafes Bruder" und von "Bergkristall". Also nichts wie hin nach Gaschurn