Blow

 USA 2001
Drama, Biografie 124 min.
7.60
Blow

Die wahre Lebensgeschichte des Drogenhändlers George Jung, der in den 70er Jahren das Kokain des Medellin-Kartells in die USA einführte.

Wer will, der kann die Geschichte des gescheiterten Träumers George Jung (Johnny Depp) in den Akten des FBI und des Justizministeriums nachlesen. Säuberlich festgehalten ist dort, wie dieser unscheinbare Bursche aus der amerikanischen Provinz nach Kalifornien kam und mit Marihuana aus Mexiko ein florierendes Geschäft aufzog. Wie er danach als erster Amerikaner überhaupt mit dem kolumbianischen Medellin-Kartell Geschäfte machte und Ende der Siebziger so ziemlich alles in den USA verpulverte, genauer gesagt, Kokain einschleuste.

Und wie er dafür immer wieder ins Gefängnis wanderte - bis 2014 sitzt der langjährige Drogenhändler Jung zur Zeit im Zuchthaus. Was den verbundenen Augen Justitias jedoch verborgen bleiben muss und nun von Regisseur Ted Demme in dessen epischem Drama BLOW weder beschönigend noch dämonisierend erzählt wird, das ist die Geschichte des Menschen George Jung. Ein junger Mann, der unter der Schwäche seines vergötterten Vaters (Ray Liotta) und den Launen seiner Mutter (Rachel Griffiths) leidet.

Ein sanftmütiger Aussteiger, dessen Unschuld für immer Schaden nimmt, als das Schicksal seine erste Liebe (Franka Potente) zerstört. Und ein wagemutiger Spieler, der zwangsläufig untergehen muss, als er sich mit dubiosen Dealern (Paul Reubens, Jordi Mollá) und einer absolut unzähmbaren Frau (Penelope Cruz) einlässt. Genug Stoff für mehrere Lebensgeschichten. Und wie immer die Gesellschaft George Jung beurteilen mag - seine Fehler und seine Reue, den Aufstieg und den Fall. Letzten Endes ist der Mann mehr als ein Drogenhändler. Sondern auch Sohn. Utopist. Erfinder seiner selbst. Romantiker. Und vor allem: ein Vater... Im perfekten Styling von den Sixties bis zu den Eighties verfilmt Ted Demme in BLOW Aufstieg und Fall des Kokaindealers George Jung.

Sein Drehbuch basiert auf Jungs Biographie How a Small Town Boy Made 100 Million Dollars with the Medellin Cocaine Cartel and Lost it All von Bruce Porter. Die Hauptrollen spielen Johnny Depp (FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS), Shooting Star Penelope Cruz (ALLES ÜBER MEINE MUTTER) sowie Franka Potente (LOLA RENNT), die in BLOW ihr Hollywood-Debüt gibt.

Details

Johnny Depp, Penelope Cruz, Franka Potente, Ray Liotta, Rachel Griffiths, Max Perlich, u.a.
Ted Demme
Graeme Revell
Ellen Kuras
David McKenna, Nick Cassavetes
Constantin

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Interessiert das irgendwen?
    Nur aus Neugierde: interessieren die langatmigen Ausführungen von Tuvok wirklich irgendjemanden? Ich kann es mir kaum vorstellen. Schon seltsam, daß jemand so gerne schreibt, obwohl ihm das Talent dazu nicht unbedingt in die Wiege gelegt wurde....

    Re: Interessiert das irgendwen?
    ich finde es gut das es jemanden gibt der eine ausführliche beschreibung über das schreibt was derzeit in den österreichischen kinos so abläuft

    wenn es dich nicht interessiert dann mußt es net lesen - immerhin noch besser als so etwas blödes zu posten wie "Interessiert das irgendwen?"
    lg
    nilpferd

    Re: Interessiert das irgendwen?
    Wie recht du hast. Es ist laaaaaangweilig!! Tuvok schreibt einfach zu viel.

  • Filmkritik
    BLOW



    Hat nichts mit Blasen zu tun, wie der Titel vielleicht verraten läßt. Die Lebensgeschichte von George Jung, einer der schillerndsten Persönlichkeiten in der Mitte des Jahrhunderts bis in die 80 er Jahre wird hier geschildert. Schillernd für eine bestimmte Personengruppe. Geboren ist er in Massachusetts in Boston, als Kleines Kind von seinem Vater FRED JUNG ( Ray Liotta ). Der hat immer versucht ihm den wahren Wert des Lebens beizubringen, zu arbeiten, ehrlich zu sein, und das zu machen wofür man ein Talent hat. Man soll alles versuchen um sein Talent rauszufinden FRED hat zeit seines Lebens gearbeitet, er war glücklich, obwohl er zeitweise 7 Tage in der Woche gearbeitet hat. Der Mann hatte noch Abeitsmoral. Aber der Junge GEORGE hatte schon in den späten 50 ern und Anfang der 60 er Jahre gesehen das das ganze nicht so weitergeht.
    Er hat sich immer gewünscht nie zu sein wie seine Eltern, nie so hart zu arbeiten wie sein Vater. Da hatte er noch nicht gewußt, wie sehr sein Vater eigentlich recht hat. ERMINE JUNG seine Mutter hat dauernd nen verrückten Spleen gehabt, sie ist mindestens 1 x im Jahr irgendwo abgehauen, und irgendwo hingefahren um dann ganz kleinlaut wieder zurückzukommen. FRED hat sie immer aufgenommen. GEORGE war natürlich oft sauer auf seine Mutter. FRED hat sie über alles geliebt. So kam es das GEORGE dann mit seinem Besten Freund TUNA nach Kalifornien gezogen ist, er hat sich dort niedergelassen, irgendwo in der Nähe von Venice Beach. Die Leute sind dort sehr nett. Sie gehen keiner geregelten Arbeit nach, sie sind verrückt, alle haben frei, und keiner arbeitet. Maximal die Kanalräumer. Überall ist Wasser, alles ist relaxt und alle haben Geld.
    Eines Tages, haben sie den Schwulen Frisierermeister DEREK FOREAL ( Paul Reubens ) getroffen. Den hat aber GEORGE auch nur durch seine Zukünftige Ehefrau BARBARA ( Franka Potente ) kennengelernt.
    Sie liebten sich und sie haben geheiratet. Das war 1970. So schnell ging das. 20 Jährig, und noch voller dummer Ideen, ja das war George, das war die Zeit damals, der Beat, die Musik, und alle haben gekifft und Pott geraucht. GEORGE´s neueste Idee, he da müßte sich doch Kohle machen lassen. Also DEREK hat die Kontakte dazu, GEORGE und TUNA hatten die Ideen. Angefangen haben sie mit einem 5 Kg Sack, und 1972 hatten sie bereits mehr Geld als der Amerikansiche Präsident verdient. Das war die Idee des Lebens. Die dann noch besser kam, als sein Freund KEVIN DULLI die Idee hatte, das ganze auf die Ostküste auszuweiten.
    BARBARA kam ins Spiel, sie ist ja Stewardess, und so hat sie die ganze Ladung immer mit Koffern rübergeschifft. Sie flog anfangs 1 x im Monat und zum Schluß fast jeden Tag nach Boston wo die ganzen reichen Kids, reiche Eltern haben und eine reiche Lunge und einen reichen Geldbeutel, und nur eines wollen, ficken und Kiffen. Das haben sie natürlich alle ausgenützt. Und irgendwann hatten sie mal so um die 100.000 $ auf die Schnelle verdient. GEORGE war das aber zu wenig, also ist er nach Mexiko mit KEVIN, und DEREK und TUNA, einen Großhändler suchen. Den er auch fand, der ihn auslachte als er ihm sagte das er 100 KG will, aber er hat sein Wort gehalten. Und 75.000 $ überzeugten damals wohl jeden. Das Geschäft florierte, aber die Polizei hat es entdeckt und in seiner Wohnung 340 KG Marihuana sichergestellt. Nun die Kaution wurde auf 20.000 $ festgelegt. GEORGE mußte flüchten, kam aber nicht dazu, denn BARBARA starb kurz darauf an Krebs. Er hat sie über alles geliebt. Fast abgöttisch. Und sie ihn auch. Eine perfekte Beziehung, doch was bringt das wenn man Geld hat und keinen Arzt der Krebs heilen kann ? GEORGE begab sich auf die Flucht und raste nach Boston um seine Eltern zu besuchen. FRED und ERMINE waren nicht gerade glücklich, da sie bald mitgekriegt haben das er ein Drogendealer war, und nicht gerade glücklich darüber. 1 ganzes Jahr war er nun auf der Flu

  • Nicht sehenswert!
    Ein viel zu langer Film ohne Höhepunkte. Die Handlung plätschert nur so dahin und ich hatte Mühe wach zu bleiben. Das einzige, das manchmal am Einschlafen hindert ist die Kameraführung - ansonsten kann man sich den Film wirkilch sparen. Eine typische True Story!

  • naives hollywoodkino mit einem anstrich von Authenzität
    es mag schon sein, daß der film auf dem wahren leben von george jung basiert, aber hollywoods drehbuchauthoren schaffen es, jede gute geschichte durch immergleiche schemen kaputtzumachen. ich war ja nicht sicher ob ich ihn mir anschauen soll, weil ich unter anderem hier gleich viele pro und kontra argumente gelesen hab. ich kann mich der negativen kritik jetzt aber nur anschließen. wer eine abwechslung vom alltag braucht und sich für zwei stunden ablenken will, für den ist der film durchaus geeignet, aber wer mehr auf anspruchsvollere und halbwegs realistische geschichten steht kann auf "blow" getrost verzichten. da sieht man wie johnny depp nach einer kurzen unterredung mit einem kalifornischen dealer(der ein schwuler frisör ist-was für ein klischee) einen billa-sackerl großen beutel mit grass in den arm gedrückt bekommt und zwei minuten später ist er der neue oberverchecker in CA. eine halbe stunde später wird mal locker mit pablo escobar geplauscht und der gibt jung dann gleich koks im wert von millionen. nach einem deal haben jung und sein kumpel die ganze wohnung bis zur decke voll mit kisten voller 100-dollar scheinen und streiten sich, ob sie jetzt 2.5mio oder 3mio dollar verdient haben, um dann zu beschließen das es ihnen sowieso egal ist. durchgehend seichte scherze dazu eine ebenso seichte kameraführung und musikalische untermalung(in typischer hollywoodmanier, stinkelangweilig und abgedroschen eben). die kurzen ansätze von ernsthaftigkeit und tiefgang werden dann leider sofort "moralisch überspannt", der zuschauer soll da wohl das auf und ab der "großen gefühle" erleben. lol. nein leute, wenn ihr ein bißchen aufgeklärt seit und nicht grad einen harten arbeitstag hinter euch hattet, spart euch den film lieber. traffic war tausendmal besser.

  • auf jeden fall berührt der film.....
    ich muss zuerst einmal erwähnen, dass ich durch den filmvorspann nicht wirklich begeistert war und mir den film gar nicht erst anschauen wollte.durch überredungskunst entschloss ich mich doch das risiko einzugehen und ich sag euch eines: ich hab es nicht bereuht. wenn man sich vorstellt, dass dieser film auf einer wahren begebenheit beruht, ist es doch sehr schockierend, wie schnell man auf der kletter des "erfolgs" hochklettert doch genauso schnell sehr tief fallen kann...so tief, dass es sogar andere mitreisst. ich empfehlen diesen film mit gutem gewissen weiter und hoffe auch, dass sich die zuschauer ein wenig den kopf darüber zerbrechen, was uns dieser film eigentlich sagen will.
    mfg

  • Blow
    Diesen Film kann man nicht sparen! This film does not go deep into the drug scene and paint a moody, artful or poignant picture of life; it is a drama/history of a real-life drug pusher of epic proportions (George Jung) over a period of 35 years. It has real (and accurately portrayed) glimpses into American society complete with hippies, dime-bags, fast cars and beach girls--all a part of the scene at the time. As we watch Depp's character begin to evolve from nickel- and dime-bag seller at a beach resort in California in the late sixties to one of the major cocaine dealers in US history, we see it through his eyes, and based on interviews with George Jung in prison, we get glimpses of what he was thinking and feeling as this was all happening. However, admittedly if you are not from North America and/or young, you will have difficulty understanding some of the context-specific language used in the earlier stages of the movie. So, 'schlag' it if you want, but in addition to good acting by Depp and others it does what it set out to do--show the life of a drug king-pin, his ups, his downs and ultimately his disintegration in prison.

  • kitschige US-Massenware
    unglaubwürdig, rührselig, kitschig; einfach schlecht gemacht."traffic" ist ein Meisterwerk.
    Diesen Film kann man sich sparen.
    c.

    Re: kitschige US-Massenware
    Traffic war und ist die größte frechheit der amerikanischen filmgeschichte, bei diesem film auch nur an eine oscarnomminierung zu denken ist völliger schwachsinn. Blow hingegen ist weder unglaubwürdig noch kitschig es ist die REALITÄT, mach deine augen auf, ich schreibe aus erfahrung, was man von dir angesichts deiner kritik keineswegs behaupten kann, also schau dir lieber die Teletubbies an und winke denen zurück. Übrigens Traffic war der erste Film den ich im Kino nicht zuende geschaut habe und nach ca 1 Stunde gehen mußte da sowohl die handlung als auch die schauspielerischen qualitäten diesen film mehr abwerten als überhaupt möglich.

    Re: Re: kitschige US-Massenware
    ob sich hinter dem j. wohl ein jajus verbirgt? zu vermuten wär's, weil: aus erfahrung kannst du nicht schreiben, bei dem mist den du verzapfst. und: dass der jajus gern (viel) blödsinn redet ist ja bekannt.

  • Sehr guter Film mit Tiefgang
    "Die erste Stunde ist zugegeben gut und läßt einen besseren zweiten Teil erwarten. Leider umsonst, denn danach zieht es sich nur mehr und wird lächerlich."

    Stimmt nicht ! Erst echt wenn man weiss dass es sich hier um eine wahre Begebenheit handelt ! Sehr gute schauspielerische Leistung v.a. vom Jonny ! Berührende Geschichte, spitzen Kameraführung ! Absolut sehenswert !

  • Genial!
    ...ist vielleicht übertrieben! Aber "Blow" ist sicherlich einer der besten Filme die ich seid Wochen im Kino gesehen habe. Eine "true story" mit einem brilliant spielenden Johnny Depp. Auch Franka Potente fand ich in ihrer ersten US Filmrolle sehr gut besetzt...hätte ich mir nicht erwartet. Dieser Film ist eindeutig eines der Highlights dieses Kinosommers! Wer es verpasst oder sich lieber Abfall wie "Den Schuh des Manitu"ansieht ist selber schuld!

    Re: Genial!
    Du bist ein kleiner Hosenscheisser!!!
    Michael Bully Herbig ist einer der genialsten Menschen die kenne.
    Genau so gut ist auch sein Film "Der Schuh des Manitu".

  • beeindruckend
    Ted Demmes auf einer wahren Begebenheit beruhende Verfilmung der ´Drogendealerkarriere´ des George Jung ist ein Hammer. So kurz nach Soderberghs TRAFFIC kann man jetzt wieder einen sensationellen Film zum gleichen Thema sehen, der einfach deshalb so wirksam ist, weil er einen ganz anderen Weg beschreitet. BLOW schaut gut aus, ist episch, ist aufregend und berührt einen erschreckend stark, weil er einen Menschen in der Vordergrund rückt und nicht gleich den ganzen Drogenkrieg.

    Johnny Depp in der Rolle des George Jung und Ray Liotta als sein Vater Fred spielen sich die Seele aus dem Leib und das mit Erfolg. Fred Jung muß zusehen, wie sein Sohn eine falsche Entscheidung nach der anderen trifft. Liottas besorgte Darstellung eines Vaters, der seinen Sohn über alles liebt und Depps Antwort darauf hinterlassen den tiefen Eindruck von makelloser Ehrlichkeit, Machtlosigkeit und Traurigkeit in Szenen die für mich unvergesslich sind.

    Für George gibt es während seiner Dealerjahre drei wichtige Frauen. Zwei davon drehen ihm in den schwierigsten Zeiten seines Daseins den Rücken zu, verraten ihn und bringen ihn ins Gefängnis. Damit meine ich seine Mutter und seine zweite Frau. In deren Welt wo es nur um Drogen und Geld geht können sie sich klarerweise nicht sorgenlos zurücklehnen und kompromislos lieben.

    Mehrere Jahrzehnte hofft man, dass ein Mann seine Jahre hinter Gitter abschütteln kann und ein wenig Ruhe und Geborgenheit findet. Dies alles scheint so nah, als Jung in den späteren 80ern die Zuneigung seiner kleinen Tochter wieder gewinnt. Er nennt seine Tochter ´Sein Herz´ und er will ´Sein Herz wiederhaben´. Das klingt vielleicht abgedroschen, doch der tiefere Sinn hinter diesen Worten verfehlt seine bedeutsame Wirkung nicht. In diesem Film erkennt man den Wert des Gesagten oft erst später. Dann zählt es aber.

    Ende der 70er, Anfang der 80er verteilte George Jung mehr als 80% des gesamten US-Kokains in den Staaten und seine skrupellosen Geschäfte waren natürlich kein Akt von Nächstenliebe. Es ging ihm um die Dollars und sonst nichts und die konnte er damals als erste große Verbindung zwischen dem kolumbianischen Drogenkartell und den USA millionenfach einsacken. Natürlich wird das in dem Film nicht verschwiegen und doch ist Regisseur Demme auffallend an der zwischenmenschlichen und damit emotionalen Geschichte dieses Mannes interessiert. Oliver Stone tat dies auch bei NIXON und dort war es ebenfalls eine brilliante Entscheidung, denn zu allererst ist man immer ein Mensch, oder?

    Es ist immer schwer sich bei Beigeisterung im Zaum zu halten, aber zu einer Zeit, wo die meisten Leute nur mehr den Film-Müll konsumieren wollen, und echtes Filmschaffen nicht mehr würdigen und schon gar nicht mehr erkennen (wollen?), ist Zurückhaltung sicher nicht angebracht. BLOW ist endlich wieder ein Kinoerlebnis wo alles paßt und was bleibt ... ist Schmerz! 10/10

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