Borderline - Kikis Story

 CAN 2008

Borderline (2008)

Drama 110 min.
6.70
Borderline - Kikis Story

Kiki erlebt mit 30 eine Zeit erotischer Exzesse. Doch sie ist entschlossen, aus dem Teufelskreis von Bindungsangst, Enttäuschungen und der Sehnsucht nach Liebe auszubrechen.

Kiki (Isabelle Blais), Tochter einer psychisch kranken Mutter, wurde von ihrer Großmutter aufgezogen. Für Liebe und Anerkennung war wenig Platz - und wenn, dann war es die Mutter, die alle Zuwendung auf sich zog. Mit 30 wendet sich die orientierungslose und verunsicherte junge Frau dem Sex mit wechselnden Partnern und dem Alkohol zu.

Kiki fühlt sich "unsichtbar", ihr ganzes Verhalten ist ein Schrei nach Anerkennung. Ihre Mutter lebt mittlerweile in einer geschlossenen Anstalt und kann die Tochter kaum noch wahrnehmen. Neben der Großmutter - und einem treuen Hund - ist ihr Literaturdozent Tchéky (Jean-Hugues Anglade), mit dem sie eine erotische Beziehung hat, die einzige Bezugsperson. Das Verhältnis zu dem verheirateten Mann verunsichert Kiki allerdings zusätzlich...

Details

Isabelle Blais, Jean-Hugues Anglade, Sylvie Drapeau, Laurence Carbonneau, Angèle Coutu, u.a.
Lyne Charlebois
Benoît Jutras
Steve Asselin
Lyne Charlebois, Marie-Sissi Labrèche

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Grenzgänger
    Wer von Psychologie Ahnung hat, verfolgt den Film unter dem Aspekt der Verifizierung. Er erkennt dabei, dass hier ein Fall geschildert wird, der ein schwer zu fassendes Phänomen beschreibt. Kiki sagt, sie habe Hiroshima im Kopf, sie sei eine Bombe. Tatsache bleibt, dass sie in ihrer Liebes- und Sexsucht das zerstört, was sie liebt und wenn sie verlassen wird, klammert sie wie besessen. Sie kennt keine Grenzen beziehungsweise überschreitet ständig welche, beschränkt sich nie selbst und ist dabei trotzdem fürchterlich einsam und unendlich traurig. Auch der permanente Sex um den sie ständig buhlt, ihn aber auch zurückweist, bringt für sie keine (Er)lösung. Eine ergreifende Studie, in der auch die tragische Vorgeschichte eingeblendet wird, wobei Kiki in den Überblendungen quasi die Stafette weiterreicht, indem sie als die eine aus dem Bild geht und als eine ältere übernimmt. Gute Bilder, technisch gekonnt gemacht und eine ganz tolle Isabelle Blais als Kiki.