Bowling for Columbine

 USA/CAN 2002
06.12.2002 120 min.
8.00
Bowling for Columbine

Der engagierte Filmemacher Michael Moore nimmt mit Bowling for Columbine den Waffenbesitz in den USA ins Visier.

Die USA haben nicht nur eine lange Geschichte der Amokläufe; sie sind auch Rekordhalter bei der Zahl der Menschen, die jährlich durch Schusswaffen umgebracht werden. Während es z.B. in Kanada 65 Opfer pro Jahr gibt, sind es in den USA über 11.000 Tote. Michael Moore zieht mit seiner Kamera los, besucht Waffenfanatiker und rechte Anarchisten und legt mit beißendem Humor eine ungewöhnliche Argumentationskette hin. Ein Besuch in Kanada bringt die Entdeckung: Hier schließen die Menschen ihre Haustür nicht ab, hier werden Konflikte durch Kompromisse gelöst, nicht durch Pistolenduelle! Moores Film lebt von den originellen Funden, die er genüsslich auskostet, wie die Bank, die ein Gewehr als Werbegeschenk bei der Eröffnung eines Kontos ausgibt. Oder die Tatsache, dass jeder Schwarze mit einer Pistole mühelos Thema aller TV-Sender von Los Angeles werden kann, während die Umweltverschmutzung der Stadt keine Beachtung findet. Während medial überzogene Bedrohungsszenarien von Kindesmisshandlung, Geiselnahme oder Terror auch hier zu Lande immer mehr um sich greifen, hilft Bowling for Columbine, die Welt klarer zu sehen. (Günter H. Jekubzik) Machen Sie sich keine Sorgen, weil es bei Ihnen so viele McDonalds und amerikanische Filme gibt. Das ist ein Problem, aber es wird bei Ihnen keine amerikanischen Verhältnisse schaffen. Das passiert nur, wenn Sie genauso werden wie wir, in politischer und sozialer Hinsicht. Denn die amerikanische Moral lautet: Wenn du krank bist Pech gehabt! Wenn du arm bist selber schuld! Wenn Sie so werden wollen, dann werden auch Sie viele Schießereien dieser Art in Ihrem Land erleben. Immer mehr Menschen werden sich bewaffnen. (Michael Moore)

Details

Michael Moore, Charlton Heston, Dick Clark, Marilyn Manson, John Nichols, Matt Stone
Michael Moore
Jeff Gibbs
Brian Danitz, Michael McDonough
Michael Moore
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Kritiken

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User Kritiken

  • Super Film!
    Echt interessant und auf jeden Fall sehenswert! Sollte sich jeder anschauen und sich eine eigene Meinung darüber bilden!

  • Filmchen für Dumme
    Folgt man den neuesten Statistiken des amerikanischen Justizministerium, dann zeigt sich in den letzten Jahren in den USA eine erstaunliche Tendenz: Die Zahl der Gewalt- und Straftaten geht seit 1993 eindeutig zurück - und das, obwohl sich die Anzahl der Waffen in der Bevölkerung dort erheblich gesteigert hat. Seit Mitte der 90er Jahre sind nämlich immer mehr US-Bundesstaaten dem Vorbild Floridas gefolgt und haben den Zugang zum "Concealed Carry Permit" (CCW), dem amerikanischen Waffenschein, erleichtert.
    Diese Zahlen stammen nicht von der Waffenlobby oder der NRA, sondern vom Statistischen Amt des Justizministeriums. Sie sprechen eine klare Sprache: Seit 1993 ging die Rate der Gewalttaten allgemein um 54 Prozent zurück. Die Fälle von "aggravated assault", das heißt Gewalttaten, die mit Waffen begangen worden sind oder schwere Verletzungen zur Folge hatten, fielen in den letzten zehn Jahren um 63 Prozent und allein um 21 Prozent vom Berechnungszeitraum 1999-2000 zum Berechnungszeitraum 2001-2002. Das gesamte (wirkliche) Zahlenwerk : http://www.ojp.usdoj.gov/bjs/pub/pdf/cv02.pdf

  • Gute Idee, Mr Moore
    :D Positives +:
    Schauts euch den an! Es ist wirklich erschreckend, wie ängstlich die Amis leben. Der Film deckt alle Waffenprobleme in den USA auf. Es ist auch witzig, dass das Columbine-Massaker vielleicht mit Bowling zusammenhängt. Michael Moore ist ein Meilenstein in deer Geschichte der Regie und hat sich seinen Oscar redlich verdient!

    :( Negatives -:
    Gibts eigentlich ned, aber nur, dass man erfährt wie brutal und grausam Waffen sind. Klar ist es nice, dass wir nun mehr über die Probleme der Amis wissen, aber dieser Film hinterlässt wirklich Narben im Kopf.

    Fatzit:
    Ein genialer Regiesseur macht einen genialen Film und handelt sich nen Oscar ein. Gute Idee, Mr Moore!!! Solche Filme braucht das Land!!

  • GENIAL
    Wenn ich unten die skeptischen Worte lese: Klar hat der Film Schwächen in der Methode oder Darstellung, aber drum geht´s gar nicht. Es geht auch nicht drum, die richtigen Antworten zu geben. Es geht einzig und allein darum, DIE RICHTIGEN FRAGEN ZU STELLEN, DAMIT ALLE MENSCHEN ENDLICH ZU DENKEN BEGINNEN UND IHNEN ENDLICH DIE AUGEN GEÖFFNET WERDEN !!! PEACE, STOP THE WAR !!! Danke Mike für deine mutigen und richtigen Worte in der Oscar-Nacht!

  • Der Film ist genial!
    Ich habe selten einen so guten Dokumentarfilm gesehen. Vieles von dem, was einem als Nicht-Amerikaner unverständlich scheint, wird klarer.
    Der Film ist kein "anti-amerikanischer" Film, er erlaubt sich nur den Luxus einer unverfälschen Darstellung der Fakten. Nichts weiter. Und die sind in diesem Fall so, dass man den Atem anhält.
    Klasse, jeder sollte diesen Film gesehen haben.

  • Bowling for Columbine
    Gut gemeint aber schlecht gemacht. Mit der Holzhammermethode leistet man der guten Sache kaum Vorschub, im Gegenteil.

  • In den usa gab es und gibt es mehr Scheißidioten als im Rest der Welt, Film ist
    nicht übel, ganz nett

    Bowling for Columbine



    Das ganze dauert 122 Minuten und ist eine Dokumentation mit einem Journalist namens MOORE, der ohne was zu verschönigen oder was schlecht zu heißen, einfach mit zielgerichteten Kommentaren die Lage in Amerika versucht zu erklären. Der Morgen des 20. April 1999 sieht nach einem ganz normalen Tag in Amerika aus. Farmer bestellen ihre Felder, Milchmänner liefern Milchflaschen aus, der Präsident lässt Bomben über einem Land abwerfen, dessen Namen wir nicht einmal aussprechen können" und DYLAN KLEBOLD und ERIC HARRIS, zwei Jungs in Littleton, Colorado, gehen zu ihrem Bowlingkurs. Was keiner ahnt: Die beiden bowlenden Jugendlichen werden wenige Stunden später das Columbine Highschool Massaker verüben, in dessen blutigem Verlauf 12 Schüler und ein Lehrer den Tod finden und viele Kinder und Jugendliche schwer verletzt werden. Das ganze ist noch dazu sehr ironisch, weil genau an diesem Tag die meisten Bomben im Kosovo runterprasseln. MICHAEL MOORE ist ein Journalist der sehr emotionsvoll ist.
    Eine Dokumentation im Kino sich anzusehen, wer macht das schon ? Nun es ist auf alle Fälle etwas für die gehobeneren Schichten. Eine Geschichte, ein Drama, eine Erfindung, nein das alles nicht, viel besser, es ist die nackte Realität. Ein Land das heute noch Angst vor Negern hat wie früher, und sich Waffen kauft, ein Land wo die Einwohner Angst haben weil im TV eine Reality Show läuft, alles muß natürlich da drüben hochgeputscht sein, damit es ins TV kommt, damit die Zuseherquoten die so wichtig wie bei uns der Monatszyklus der Frau ist, steigen, damit die Amerikanische Bevölkerung überhaupt weiß was sie wie, und wo denken soll. Ein Land das so verblödet ist das man sich mehr sonst wohin greifen kann, weil man nicht mehr weiß wohin sonst noch. Hier hat jeder 3. eine Waffe, Hier gab es im Jahr 2001 ¿ 11.400 Morde mit Schusswaffen, im größeren Kanada waren es nicht mal 100, in England gibt es mehr zerrüttete Familien als in den USA, trotzdem killen sich die Leute nicht .Amerika hat nur eines groß raus gebracht, den Krieg, die Waffen, und alles was damit zu tun hat. Präsidenten hat es weltweit gegeben, die Despoten waren, aber ein Jahrhunderte langes Regime das die Nation selbst ausgeblutet hat, andere Länder angegriffen hat nur um Profitgier zu machen, die größten Kriege angezettelt hat, das gab es eigentlich noch nie. Und wird es auch nicht. Die Leute leben nicht von Brot, sondern vom täglichen Wort im TV Gerät, sie werden ängstlich gemacht ein ängstlicher Mensch zahlt mehr. Meine Freundin war nach einiger Zeit dann still, wir beide haben uns den Film recht interessiert angesehen, auch wenn man solches in ausländischen Nachrichtensendern sieht, es ist egal, hier im Kino ist das doch was anderes. Auch wenn Untertitel sind, der Film ist zu empfehlen. Anfangs ist er langweilig, man kennt sich nicht aus, weiß nicht wo man welche Information zuordnen soll, aber nach der zweiten Hälfte des Filmes, legt der Film an Interesse zu. Hollywood Altstar, CHARLTON HESTON ist ebenfalls als NRA Präsident ganz oft dabei, und man fängt an, einen der besten Schauspieler die es je gab, nicht mehr in so goldenem Licht zu sehen. Das ganze gibt einen einfallsreichen und lebendigen Blick in die heutige Gesellschaft. Dieser gerade jetzt vor dem Irak Krieg gesendete kontroverse, leicht sarkastische Film, der im Kielwasser vom 11. September fährt, ist gekonnt inszeniert, und bietet eine Fülle von Informationen die einen nicht kalt lassen. Auch wenn sie nicht so wie Sam im Pro 7, oder Taff im Pro 7, oder sonst eine Sensationslüsterne Geile TV Show daherkommt sondern eher wie Oxford Englisch in einem Buch, das ganze ist sehenswert. Dass die tatsächliche Mordrate in den Vereinigten Staaten in den letzten Jahren zwar um 20% gesunken ist, die Berichterstattung darüber in den Medien aber um 600% zunahm, zeigt auch, wie syste

    Re: In den usa gab es und gibt es mehr Scheißidioten als im Rest der Welt, Film ist
    die Berichterstattung darüber in den Medien aber um 600% zunahm, zeigt auch, wie systematisch diese Angst weiter geschürt wird. Mich hat ja nur eines gewundert, wie konnte so ein Film in den USA überhaupt ins Kino kommen ? Die Frage versteht man wenn man sich den Film ansieht.

    Etwas anfangs langweilig, aber das vergeht nach einiger Zeit, denn dann stellt sich Interesse ein. Nur die Untertitel nerven aber man gewöhnt sich daran.

    80 von 100

    Re: Re: In den usa gab es und gibt es mehr Scheißidioten als im Rest der Welt, Film ist
    Das scheint ein armer Arbeitsloser des untersten Niveaus zu sein - der sich Filme en masse reinzieht, sie en masse nicht versteht, aber dann meint, alle seine spannenden Ausführungen, die er mit weniger Ausnahmen als "ein bissl langweilig" tituliert, en masse ins Forum stellen zu müssen. Vielleicht sollte er lieber Englisch lernen, damit er nicht auf die Untertitel angewiesen ist, denn die nerven ihn ja offensichtlich..

    Re: Re: In den usa gab es und gibt es mehr Scheißidioten als im Rest der Welt, Film ist
    Wenn du zu blöd bist, um die Aussage des Films zu
    erfassen, dann bleib bei den Hirnerweichungsfilmen, die du sonst kommentierst.
    Bei der Vielzahl an "Kritiken", die du parat hast, scheinst du dein Leben ja nur in Kino zu
    verbringen. Poor poor guy!

  • recht interessant, aber...
    ...bitte doch nicht diese naiven Pauschalverurteilungen. Der Film sollte doch nicht wieder dafür verwendet werden, um Vorurteile gegen "DIE Amerikaner" zu untermauern.
    Ich weiss: die Amerikaner sind blöd und oberflächlich, die Engländer steif und borniert, die Franzosen überheblich, die Italiener unfähige Schlitzohren - und die Österreicher??? Das Maß aller Dinge???
    Es gibt diese Tendenzen in den USA, der Film arbeitet sie echt gut&auch unterhalsam auf, aber ich kenne viele Amerikaner, die der Waffenliebe sehr kritisch gegenüberstehen.

  • GENIAL
    der film is genial. er macht sich toll über die waffenhandhabung in der USA lustig, ohne dabei beleidigend zu werden. es ist sehr unterhaltsam obwohl es um so eine erschreckendes thema geht und zieht aber nichts ins lächerliche. sehr gelungen und unbedingt anschauen!!!

  • Tolles Psychogramm der amerikanischen Bevölkerung!!!
    Die Geschichte beginnt mit den amerikanischen Waffennarren, oder anders den waffennarischen Amerikanern. Im späteren Verlauf des Filmes kommt jedoch etwas viel bedrohlicheres zu Tage ...

    Moor läßt in diesem Film nur andere Personen oder Fakten sprechen. Er stellt niemals selbst Behauptungen auf. Die so gewonnenen Informationen sprechen dadurch derart nachdrücklich für sich selbst, daß sich eine grauenhaft erschreckende Erkenntnis ergibt.

    Unbedingt ansehen! Es ist erleichternd, daß jemand die Zusammenhänge so klar darstellen kann.

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