Brügge sehen... und sterben?

 GB/Belgien 2008

In Bruges

Action 16.05.2008 ab 16 107 min.
8.00
Brügge sehen... und sterben?

Mit Reiseführer statt Pistolen schickt Regisseur Martin McDonagh seine beiden Profikiller (Colin Farrell und Brendan Gleeson) in die europäische Provinz.

Urlaub haben sie sich verdient, so viel ist klar. Zwar ist der letzte Auftrag in London nicht ganz nach Plan verlaufen, doch gerade deswegen können Ray (Colin Farrelbpund Ken (Brendan Gleeson) ein wenig Ruhe ganz gut gebrauchen. Aber ausgerechnet in Brügge?

Dort sitzen die beiden Auftragskiller zwischen malerischen Kanälen und mittelalterlichen Kirchen und warten tagelang auf einen Anruf ihres Bosses Harry (Ralph Fiennes). Von winterlicher Langeweile kann allerdings keine Rede sein. Die beiden legen sich mit amerikanischen Touristen und eifersüchtigen Drogendealern an, feiern mit einem zwergwüchsigen Schauspieler und holländischen Nutten, während Ray sich obendrein in die hinreißende Chloë (Clémence Poésy) verguckt. Schließlich ruft Harry dann doch noch an und die eigentümlichen Ferien drohen eine tödliche Wendung zu nehmen...

Details

Colin Farrell, Ralph Fiennes, Brendan Gleeson, Elizabeth Berrington, Eric Godon u.a.
Martin McDonagh
Carter Burwell
Eigil Bryld
Martin McDonagh
Tobis
ab 16

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Viel Blut in Brügge
    Als Groteske angekündigt ertrinken die drei Hauptdarsteller des Films (Farrell, Gleeson und R. Fiennes) im Blut. Grotesk? Grotesk sind lediglich einige Passagen der Dialoge und die fehlende Logik im Handlungsablauf, vor allem gegen Ende. Das reicht zwar nicht zum Schmunzeln, mag aber als passable Unterhaltung noch durchgehen. Doch zur echten Groteske reicht es nicht. Also eine Verlegenheitsbezeichnung; zwischen mörderischem Gangsterkrimi und unfreiwilligem Urlaub auf Abruf ?! Der Kontrast zwischen der wunderschönen, mittelalterlichen Stadt Brügge und den unverständlichen Diffamierungen dieses Ambientes durch den Kunstbanausen Farrell ist wohl gewollt. Dass sich die beiden Gangsterkumpel nicht gegenseitig umlegen war vorhersehbar. Grotesk ist dann allerdings das Überleben von Collin Farrell, nachdem Fiennes ein Sieb aus ihm gemacht hat. Grotesk halt! Die Love Story mit Clémence Poésy! und alle damit zusammenhängenden Überraschungen sorgen für zusätzliche Action.
    Der deutsche Titel macht das Abstruse viel deutlicher als der des Originals ’In Brügge’. Dabei mag es manchen Zuschauern ebenso ergangen sein wie den Gangstern, die sich fragen „Wo liegt das eigentlich?“

  • solide, einfach und gut
    der film ist einfach - aber unterhaltsam. was will man mehr, wenn man abschalten möchte?
    alles in allem ist der film für mich eine einfache gangsterkommödie. auch wenn er eigentlich tragisch ist. aber welcher tod ist seit tarantino noch tragisch?

    farrell, farrell: ich schliesse farrell immer mehr ins herz. bis jezt spielte er immer die knackharten typen. in brügge und cassandras dream steht er aber in der rolle der depperln - und die kann er auch ganz ausgezeichnet spielen. hut ab.

    ralph fines in der nebenrolle spielt dennoch alle, inklusive der hauptdarsteller, mit dem kleinen finger an die wand.

    wessen ansprüche nicht extrem hoch sind kann ins kino gehen.

  • überdrüber
    leider ein total überdrehtes drehbuch, will alles und erreicht wenig: komödie, tragödie, tarantino-details etc. die wendungen in der story sind ab der mitte des films so überzogen und an den haaren gerbeigezogen, dass man nicht mehr weiter folgen will, das ende hauptsächlich orginell...