Chinese zum Mitnehmen

 ARG/Spanien 2011

Un cuento chino

Komödie 06.01.2012 93 min.
7.30
Chinese zum Mitnehmen

Ein argentinischer Einzelgänger beginnt sich um einen Chinesen zu kümmern, der kein Wort Spanisch spricht und krempelt dadurch sein eigenes tristes Leben gründlich um.

Roberto (Ricardo Darin) führt ein Eisenwarengeschäft und ist ähnlich verbohrt wie die Schrauben, die er verkauft. Ein notorischer Einzelgänger, der nichts und vor allem niemanden zu nahe an sich heran lässt. Doch dann platzt Jun (Ignacio Huang) in sein langweiliges Leben und krempelt es komplett um. Denn Jun spricht kein Wort Spanisch, ist gerade erst in Argentinien angekommen und auf die Hilfe anderer angewiesen. Widerwillig nimmt Roberto den Chinesen unter seine Fittiche, um ihm den Start in ein neues Leben zu ebnen. Und findet dabei einen Ausweg aus seinem eigenen, tristen Dasein.

Details

Ricardo Darín, Muriel Santa Ana, Ignacio Huang, Javier Pinto
Sebastián Borensztein
Lucio Godoy
Rolo Pulpeiro
Sebastián Borensztein
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User Kritiken

  • Roberto, Mari und die Kuh
    Eine Parabel von der Sinnlosigkeit des Lebens. So sieht es der Eisenwarenhändler Roberto (Ricardo Darin). Er sagt ‘Das Leben ist unsinnig, völlig absurd‘. Deshalb sammelt er völlig unsinnige Nachrichten aus der Zeitung. Wie die vom Anfang des Films: ‘Kuh fliegt in China vom Himmel und erschlägt die Verlobte.‘
    Wir sehen im Verlauf des Films mehrere sinnlose Unfälle, wobei die bisher bekannten Darsteller stets die Rollen übernehmen.
    Konkret fällt Roberto hier ein aus dem Taxi geworfener Chinese buchstäblich vor die Füße. Es folgen die üblichen Verständigungsschwierigkeiten und Robertos Versuche Jun loszuwerden. Das wird mit leiser Ironie erzählt. Ricardo Darin spielt den grantelnden alten Mann als Sympathieträger, der zwar psychologisch immer noch an Mutters Rockzipfel hängt (redet mit der Toten und macht ihr Geschenke) und völlig unempfindlich ist für die Avancen von Mari (Muriel Santa Ana).
    Es wird aber auch erzählt, warum Roberto so geworden ist: Das argentinische Trauma des verlorenen Falkland Krieges. Hier hat Roberto wohl töten müssen. Das ist ernst, aber nicht wirklich traurig und tut der Komödie keinen Abbruch.
    Am Ende erfahren wir, warum die Kuh geflogen ist. Bedeutungsschwanger leitet sie Roberto zu Mari, dann die hat ihm zuvor erzählt, dass sie eine Kuh hat. So fügt sich alles nett in einander. Das Sinnlose bekommt einen Sinn. Und das längst fällige Happy End wird nur angedeutet. So nimmt der Zuschauer zwar nicht den Chinesen mit, aber die verbliebene gute Laune.