Das Labyrinth der Wörter

 F 2010

La tete en friche

Komödie 29.04.2011 ab 6 82 min.
7.20
Das Labyrinth der Wörter

Ein 50jähriger mit Leseschwäche (Gérard Depardieu) trifft im Park auf eine kleinen alten Dame mit schwachen Augen aber großer Leseleidenschaft. Vierzig Jahre und hundert Kilo trennen sie - aber die gedruckten Worte führen sie zusammen.

Es ist die Geschichte über eine dieser Begegnungen, die das ganze Leben verändern können: das Zusammentreffen in einem Park zwischen Germain (Gérard Depardieu), um die 50, praktisch Analphabet, und Margueritte (Gisèle Casadesus), einer kleinen alten Dame und leidenschaftlichen Leserin. Vierzig Jahre und hundert Kilo trennen sie. Eines Tages setzt sich Germain zufällig neben sie.
Margueritte liest ihm Passagen aus Romanen vor und eröffnet ihm die Welt und die Magie der Bücher, von denen sich Germain immer ausgeschlossen fühlte. Für sein Umfeld, die Freunde im Bistro, die ihn bis jetzt für einen Einfaltspinsel hielten, wechselt die Dummheit mit einem Mal die Seite ...
Aber Margueritte verliert immer mehr ihr Augenlicht und aus tief empfundener Freundschaft zu dieser charmanten, verschmitzten und aufmerksamen alten Dame, übt Germain lesen und zeigt ihr, dass er in der Lage sein wird, ihr vorzulesen, wenn sie selbst es nicht mehr kann.

Details

Gérard Depardieu, Gisèle Casadesus, Maurane, Patrick Bouchitey, Jean-François Stévenin
Jean Becker
Laurent Voulzy
Arthur Cloquet
Jean Becker
Filmladen
ab 6

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Schöner Film
    Fast könnte man meinen, der Gerard Depardieu kann spielen was er will, es wird immer ein sehenswerter Film daraus werden. Bei diesem Film ist das auf jeden Fall so. Vielleicht sind ein paar Szenen etwas zu plakativ geworden (die böse Mutter, die dann so böse doch nicht war), das tut jedoch dem Charme des Films keinen Abbruch. Wer auf französische Filme steht, kann mit diesem Film nix falsch machen.

  • Die Wüste lebt
    Der deutsche Titel ist genauer und auch etwas lyrischer als der des Originals „Brachland (Wüste) im Kopf“. Schon der Roman hatte jede Menge Charme und Atmosphäre und Jean Becker hat dies in hellen, fröhlichen Farben gut sichtbar gemacht. Bereits von der ersten Szene an erliegt man dem Zauber des Films und neben den anderen authentischen Darstellern glänzt vor allem Gèrard Depardieu. Er ist kein Depp, auch nicht etwas zurückgeblieben. Seine Mutter hat ihn mit seinem schlichten Gemüt einfach vernachlässigt, der Lehrer geneckt. So kam es, dass er eine Leseschwäche hatte. Rührend zu sehen, wie ihn die alte Dame (Gisèle Casadesus) dazu bringt, dies zu überwinden und einen Weg ins Labyrinth der Wörter zu finden. Witzige Dialoge mit einfühlsamen Großaufnahmen eingefangen und ausgefeilter Mimik überzeugen auf der ganzen Linie. Dies alles wird noch verstärkt durch die körperlichen Gegensätze der beiden Protagonisten. Depardieu fast zum Obelix ohne nachfüttern gereift und die zierliche, kleine Greisin. Er hat ein großes Herz. Darin ist Platz für die alte Dame (Liebe mit Ehrfurcht und Respekt) aber auch zu seiner sehr viel jüngeren Freundin Annette (Liebe mit sexuellem Verlangen) Sophie Guillemin. Ein Feel-Good-Movie der besonderen Art.

    Re:Die Wüste lebt
    Exakt beschrieben, dem ist nichts hinzuzufügen! Dies ist einer der Filme, die ich nicht vergessen werde.