Deadlock

 
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Als Parabel funktioniert Deadlock, wenn überhaupt nur phasenweise; der Zuschauer verliert immer wieder seinen Sicherheitsabstand, wird hineingerissen in den Sog der wie Sumpfblüten schillernden Bilder und verstörenden Klänge, wird überwältigt von der Poesie des Bösen. Ohne räumliche Orientierung stiftende Zwischenschnitte prallen Close-Ups von Geischtern aufeinander, in denen der gesamte Film auf einer zweiten Erzähleben abläuft, dann wider folgt die Kamera den Figuren und umschleicht sie in ausgetüftelten Fahrten, wagt sich nicht richtig an sie heran, um sich schließlich ins Details zu verbeißen. dazwischen immer wieder Bilder, die sich in Lichtgeflimmer auflösen, wie die Landschaft, auf die gnadenlos die Sonner herniederbrennt.
Das alles visualisiert, unterstützt vom stampfenden, hämmernden Sound der Can, den Prozeß allmählicher Bewußtseinsveränderung. Deadlock ist auch ein Drogentrip und ein Fiebertraum und damit ein Film auf der Höhe seiner Zeit.
Ulrich von Berg

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