Der König tanzt

 Belgien/F/D 2000

Le Roi danse

Musikfilm / Musical 08.06.2001 115 min.
6.80
Der König tanzt

Der junge König Ludwig XIV. will Versailles zu einem Zentrum der schönen Künste machen. Zur Seite steht ihm der Hofkomponist Jean-Baptiste Lully.

Der junge König Ludwig XIV. muss sich die Macht an seinem Hof erst erobern. Inmitten von politischen Intrigen und privaten Eifersüchteleien findet der schüchterne Monarch in den schönen Künsten und besonders im Tanz seine Erfüllung. Mit seinem Freund und Meister, dem Komponisten Jean-Baptiste Lully, will er Versailles zum Mittelpunkt künstlerischen Lebens machen.

Nach "Farinelli - il castrato" von 1995 - mit dem Golden Globe ausgezeichnet und für den Oscar nominiert - entwirft Gérard Corbiau in seinem vierten Film ein fulminantes Bild der Welt des Sonnenkönigs, Ludwig XIV., und seines Hofes.
Jean-Baptiste Lully (Boris Terrab| Hofkomponist und Tanzlehrer von Louis XIV. (Benoît Magimeb| verehrt seinen König abgöttisch. Er lebt in einem Wechselbad der Gefühle, wenn dieser ihm seine Zuneigung entzieht und nur mehr Musik von ihm haben will. Die Beziehung der beiden findet ein jähes Ende, als Louis auch noch den göttlichen Tanz, letztes intimes Bindeglied zwischen ihnen, einstellt. So wird Molière (Tcheky Karyo), Dichter des Königs und Lullys Freund, ebenso unvermittelt zu seinem Konkurrenten - während die Intrigen des Hofes vor beiden nicht Halt machen.

Details

Benoît Magimel, Boris Terral, Tchécky Karyo, Colette Emmanuelle, Cécile Bois
Gérard Corbiau
Jean-Baptiste Lully
Gérard Simon
Andrée Corbiau, Gérard Corbiau, Didier Decoin, Éve de Castro, nach dem Roman von Philippe Beaussant
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Oper oder Theater
    Freunde pompöser Kostüme und bombastischer Ausstattung kommen hier voll auf ihre Kosten. Und auch pyrotechnisch geht einiges ab. Doch die drei Hauptanliegen von Regisseur Corbiau sind zunächst die Etablierung des Absolutismus unter dem jungen Ludwig XIV. Dann wird so ganz nebenbei der Bauplatz für Versailles gefunden. Aber die größte Aufmerksamkeit widmet der Film der Kunst des Schauspiels und der des Gesanges auf der Bühne. Hier an zwei prominenten Vertretern der damaligen Zeit festgemacht: Lully ist für die Musik zuständig und Molière für das gesprochene Wort. Sind Oper und Theater eigenständige Formen der Kunst oder kann man gar beide vereinen? Und dann kommt noch ein besonders wichtiger, neuer Aspekt hinzu: eine Oper in französischer Sprache. Der König, der alles entscheidet, tanzt ausgiebig. Er tut den Titel weißgott auswalzten. Aber Benoit Magimel zeigt noch mehr an schauspielerischem Können. Er ist Sohn und Herrscher, Mäzen und Abhängiger. Er kränkelt und gesundet, er verletzt andere und ist gnädig. Lediglich die Frauen am Hofe spielen eine etwas undurchsichtige Rolle. Allen voran Madeleine (Cécile Bois). Sie ist Geliebte, Ehefrau und Mätresse, und zwar parallel und über Kreuz. Alles nur schmückendes Beiwerk. Und so stirbt auch Molière auf der Bühne, als er den eingebildeten Kranken darstellt. Alles verstummt am Ende, auch Lullys Musik. Ein symbolischer Schluss im Sinne von Don McLean: ’the day the music died’.

  • der Koenig tanzt.
    der film war einfach soooo gut, ich habe die ganze zeit nicht wegschauen koennen!
    sehr emfehlenswert. ( und wenn es geht, im metro-kino, weil die umgebung dazu passt.)