Der Krieg ist aus

 F/D 1988

Après la guerre

Drama, Abenteuer 102 min.
film.at poster

Während des Zweiten Weltkriegs begegnen zwei Brüder in Frankreich einem desertierten deutschen Soldaten durch den sie mit der Absurdität des Krieges konfrontiert werden.

Frankreich, im Sommer 1944. Die alliierten Truppen sind auf dem Vormarsch, und in einem kleinen Provinzdorf bereiten sich die Bewohner schon akribisch auf das Eintreffen der amerikanischen Befreier vor. Die Halbbrüder Antoine (Antoine Hubert) und Julien (Julien Hubert) erspähen gemeinsam mit ihrem Freund Gaby die nahenden Truppen und informieren die freudige Bevölkerung. Es sind allerdings keine amerikanischen, sondern deutsche Panzer auf dem Rückzug, die wenig später durch das Dorf rollen. Als der unwissende Bürgermeister mit einer US-Flagge auf die Straße läuft, wird er gnadenlos erschossen. Der Onkel von Antoine und Julien, bei dem die beiden leben, ist überzeugt, dass die Jungs sich mit der fatalen Fehlinformation einen üblen Scherz erlaubt haben. Zur Strafe will er sie auf eine Klosterschule schicken. Doch bevor es dazu kommt, laufen Antoine und Julien gemeinsam mit Gaby (Olivier Nembi) davon. Sie wollen nach Lyon, um dort ihre Mutter zu finden. Es wird eine Reise mit Hindernissen, auf der sie viel über den Krieg und das Leben lernen werden.

Details

Antoine Hubert, Julien Hubert, Richard Bohringer, Olivier Nembi, u.a.
Jean-Loup Hubert

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Kein Kinderspiel
    Gegen Ende des 2. Weltkrieges versuchen zwei französische Buben, ein deutscher! Schäferhund und ein desertierter Soldat der deutschen Armee sich durchzuschlagen. Sie sind stets auf der Hut vor der französischen Gendarmerie, den abziehenden deutschen Truppen und den einmarschierenden Amerikanern. Es gibt viele recht lustige Begebenheiten, doch der Tiefgang der Komödie bleibt unübersehbar: zu Beginn wird der Bürgermeister von den Deutschen erschossen, am Ende – und das ist der Hammer - der unschuldige Deserteur von den Amis, der sogar noch das Massaker, das er gar nicht zu verantworten hat, auf seine Kappe nehmen will.
    Mit sehr viel Feingefühl wird die subtile Annäherung der drei recht unterschiedlichen Charaktere dargestellt. Und so werden aus sich belauernden Feinden Freunde, die für einander einstehen.
    Immer wieder taucht in den Dialogen die Botschaft auf, dass der Krieg ein Verbrechen sei, ein sinnloses Töten, bei dem eigentlich keiner gewinnen kann und die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt. Gute Unterhaltung der lockeren Art zwischen zwei ernsten, schockierenden Events, vor allem das zweite ist dramaturgisch gut in Szene gesetzt.

  • Kein Kinderspiel
    Gegen Ende des 2. Weltkrieges versuchen zwei französische Buben, ein deutscher! Schäferhund und ein desertierter Soldat der deutschen Armee sich durchzuschlagen. Sie sind stets auf der Hut vor der französischen Gendarmerie, den abziehenden deutschen Truppen und den einmarschierenden Amerikanern. Es gibt viele recht lustige Begebenheiten, doch der Tiefgang der Komödie bleibt unübersehbar: zu Beginn wird der Bürgermeister von den Deutschen erschossen, am Ende – und das ist der Hammer - der unschuldige Deserteur von den Amis, der sogar noch das Massaker, das er gar nicht zu verantworten hat, auf seine Kappe nehmen will.
    Mit sehr viel Feingefühl wird die subtile Annäherung der drei recht unterschiedlichen Charaktere dargestellt. Und so werden aus sich belauernden Feinden Freunde, die für einander einstehen.
    Immer wieder taucht in den Dialogen die Botschaft auf, dass der Krieg ein Verbrechen sei, ein sinnloses Töten, bei dem eigentlich keiner gewinnen kann und die Menschlichkeit auf der Strecke bleibt. Gute Unterhaltung der lockeren Art zwischen zwei ernsten, schockierenden Events, vor allem das zweite ist dramaturgisch gut in Szene gesetzt.