Der kurze Brief zum langen Abschied

 D 1976
Literaturverfilmung 97 min.
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Ein Schriftsteller reist, auf der Suche nach seiner Frau, die sich kurz zuvor von ihm getrennt hat, durch die Vereinigten Staaten. Nach einer Erzählung von Peter Handke

Ein Schriftsteller reist, auf der Suche nach seiner Frau, die sich kurz zuvor von ihm getrennt hat, durch die Vereinigten Staaten. Getrieben von Erinnerungen an die eher unglückliche Ehe und Reflexionen über das Bewusstsein und die Existenz, wird die Fahrt durch die Fremde auch zur Reise ins Ich: Begegnungen, Lektüre und Erfahrungen lassen den Protagonisten reifen und ein Selbstverständnis abseits aller Entfremdung entwickeln, die auf verschiedensten Ebenen in Handkes Text literarisch vor-verankert ist. Befreit von ideologischen und reaktionären Strukturen gelangt er schließlich zu neuer Lebensfreude und auch zur Aussöhnung mit seiner Frau, die ihm zeitweise nach dem Leben trachtete. Das Glück der beiden Figuren liegt aber, nach der Neu-Erzählung eben dieser Reise, schließlich doch in ihrer - nun friedlich vollzogenen - Trennung. Handkes Literaturvorlage, die zu Recht als wegweisender Text einer neuen Innerlichkeit und poetischen Subjektivität gilt, wurde von Vesely spröde, doch faszinierend und eindringlich umgesetzt. (tb)

(Text: Filmarchiv Austria)

Details

Thomas Astan, Geraldine Chaplin, Alexander Hey, Miguel Canteras, Fritz Schwennicke
Herbert Vesely
Brian Eno
Herbert Vesely nach der gleichnamigen Erzählung von Peter Handke

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