Der Lift

BRD, 1971

Drama

Hermann ist Jungbauer, Hilfsarbeiter in einer Tischlerei und zu tatendurstig, um auf einem ertragsarmen Bauernhof zu versauern. Als er das Angebot bekommt, als Skilehrer auf Saison zu gehen, zögert er nicht lange: Er wirft seinen Job hin, überlässt seine Eltern und den Bauernhof sich selbst und stürzt sich mit Begeisterung in das für ihn aufregende Leben eines Wintersport-Ortes. Und obwohl er von der neuen Umgebung, deren "modernen" Sitten und Unverbindlichkeiten überfordert ist, fällt ihm die Rückkehr am Ende der Saison schwer. Halbherzig fügt er sich wieder dem altgewohnten Rhythmus - in der Hoffnung, dass aus dem vagen Versprechen eines steinreichen deutschen Skitouristen, ihn als Chauffeur zu engagieren, ein konkretes Engagement wird und für ihn ein neues Leben fernab der heimatlichen Umgebung beginnt. In diesem nüchtern und detailgenau inszenierten Fernsehfilm bringt Tressler sein Anliegen auf den Punkt: Ein Milieu in all seinen Facetten, ungeschminkt und ohne die dramaturgischen (Er-)Lösungsverfahren einer Widersprüche glättenden Erzählmoral, darzustellen. (rb)
Der Lift handelt von der touristischen Zerstörung von Landschaft und Mensch. [...] Geld, Frauen, Society, alles bricht über den Bauernburschen herein wie eine Sturmflut. Dieser Mensch wird nie wieder derselbe sein. Tressler zeigt das ganz ohne Wertung, als Chance, als Risiko, als Feststellung.
(Thomas Brandlmeier)Filmarchiv

Länge: 95 Minuten

  • Regie:Georg Tressler

  • Kamera:Nils-Peter Mahlau

  • Autor:Georg Tressler

  • Musik:Roland Kovac

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