Der Mann auf den Quais

 F/CAN 1993

L'homme sur les quais

Drama 106 min.
6.70
film.at poster

Die Kindheit eines haitianischen Mädchens unter dem Terrorregime von Diktator Francois Duvalier.

Die Kindheit eines haitianischen Mädchens unter dem Terrorregime von Diktator Francois Duvalier. Sarah ist eine von drei Schwestern, die bei der Großmutter leben, nachdem ihr Vater, ein ehemaliger Offizier, um der Ermordung zu entgehen, mit seiner Frau geflohen ist. Sarah wird Zeugin des brutalen Vorgehens des Regimes.

Details

Jennifer Zubar, Toto Bissainthe, Patrick Rameau, Jean-Michel Martial, Mireille Metellus, Magaly Berdy, Johanne Degand, Douveline Saint-Louis
Raoul Peck
Amos Coulanges, Doninique Dejean
Armand Marco
Raoul Peck, André Graill

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mutige Frauen
    Die kleine Sarah (Jennifer Zubar) und ihre Oma Camille (Toto Bissainte) sind die Heldinnen in diesem Film. Jede auf ihre Art leistet Widerstand unter Einsatz ihres Lebens. Dass die Handlung im Haiti des Papa Doc spielt, ist eigentlich sekundär. Auch wenn Regisseur Raoul Peck wahrscheinlich bewusst seine Heimat ausgewählt hat. Doch im Grunde geht es darum, dass es möglich ist, in einer menschenverachtenden Diktatur Mut und Zivilcourage zu beweisen, auch und vor allem in den kleinen Dingen des Alltags. Es fällt auf, dass lange Kamerafahrten auf das Kommende einstimmen. Die Kamera sucht sich quasi ihren Weg in ein Haus z.B. von außen nach innen und dann weiter bis zum Ort der Handlung. Die gefährliche Situation wird gleich am Anfang deutlich und schafft Spannung. Und die gefürchteten Tontons tun ein Übriges; es gibt Folter und Hausdurchsuchungen, das volle Programm eines tyrannischen Staates, hier vertreten durch den ‘bösen Finger‘ Janvier (Jean-Michel Martial), aber der bezahlt auch dafür. Es wird auch nicht vergessen, dass die Kirche auf der Seite der Machthaber stand/steht. Der titelgebende ‘Mann‘ genießt eine Zeitlang Narrenfreiheit. Die Kreisförmigkeit der Erzählweise ist anfangs etwas verwirrend, wird aber am Ende aufgeklärt. Unerwartete Schnitte vertiefen die Handlung, ohne sie voranzubringen.
    Spannend, wichtig und bis zum Schluss beeindruckend.