Der Mongole

 RU/KZ/D 2007

Mongol

Biografie 08.08.2008 126 min.
7.30
film.at poster

Der Film erzählt von dem monumentalen Aufstieg des jungen Temudgin zu einem der legendärsten Stammesführer der Geschichte: Dschingis Khan.

Sommer 1172. Temudgin, Sohn eines Khans, findet in dem Mongolenmädchen Borte seine große Liebe. Eine Liebe, die Jahre voller Gewalt, Leid und Tod überstehen wird. Die Entführung Bortes durch einen verfeindeten Stamm gleicht Temudgin einer Kriegserklärung. Er zieht in einen opferreichen Kampf für seine Liebe und erkennt seine Bestimmung: Er muss als Khan aller Mongolen sein Volk vereinen und in eine sichere Zukunft führen...

Gedreht an Originalschauplätzen in der Mongolei, lässt DER MONGOLE eine längst vergangene, bedeutende Episode der Weltgeschichte wieder aufleben - das Leben und die Legende von Dschingis Khan, der 1162 als Temudgin, Sohn eines mongolischen Clanchefs, geboren wurde. Der preisgekrönte russische Regisseur Sergei Bodrov und sein Ko-Autor Arif Alijev hielten sich für ihre Nacherzählung der frühen Jahre Dschingis Khans an die Erkenntnisse führender Geschichtswissenschaftler. Sie zeigen ihn von seiner gefahrvollen Kindheit bis zu seinem Sieg in der Entscheidungsschlacht um die Vorherrschaft bei den Mongolen als vielschichtige Persönlichkeit; eben nicht als das Klischee vom gnadenlosen Monster, sondern als mitreißenden, furchtlosen und visionären Anführer.

Details

Tadanobu Asano, Honglei Sun, Khulan Chuluun
Sergei Bodrov
Tuomas Kantelinen
Rogier Stoffers, Sergei Bodrov
Arif Aliyev, Sergei Bodrov
Filmladen

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

Film bewerten

0

User Kritiken

  • Vergnügen
    "Sehr gut" hörte ich von Kinobesuchern als sie den Saal nach dem Abspann verließen. Auch meine Meinung.

    Mal einen großen Film aus Russland mit deutscher Beteiligung, aber ohne direkten Hollywoodeinfluss zu sehen das ist so wie wenn man in den botanischen Garten geht und was anderes als Gänseblümchen oder Rosen sieht.

    Die langsame und genaue Erzählweise, die Kameraperspektiven das macht den Film zu einem Genuss, der anhält.

    Beim Marketing kommt der Film zu kurz, sodass nur mittleres bis älteres Publikum den Film sieht. Der Film ist für alle, vor allem für jugendliches Schulpublikum (History) geeignet. Mal keine aufdringliche und sehr schnell vergessene Kost.

    Re:Vergnügen
    Ach ja, nochwas. Das war der erste Teil einer Trilogie. Deswegen wurde die Jugend von Dschingis Kahn so ausführlich erzählt.

    Re:Vergnügen
    Hallo Unwissende, schön dass dir mein Kommentar gefallen hat.

    Nun zu deine Enttäuschung.

    Erstens wurde der klassischen Geschichtslehre durch Angabe von Zeit, Namen (ich wusste nicht dass Dschingis Kahn zuvor Temujin hiess und ich hatte immer eine 1 in Geschichte), und Ereignissen (Vereinigung der Mongolen am xxx mit den Grundgeboten, -gesetzen) entsprochen.

    Die klassische Geschichtslehre wurde dann um die Schilderung der Ursachen erweitert. Beispielsweise hat sich der Sohn des Stammesfürsten vom Ausgestossenen über viele Schicksalschläge zum König aller Mongolen entwickelt. Auch die Rolle der Frau wurde - anders als in der klassischen Geschichtslehre - nicht als Requisit sondern als Begründung für Dschingis Kahns Handlungen und Entwicklung gesehen. Und trotzdem ist das nicht feministisch, sondern objektiv.

    Die Landschaft wurde zeitlos dargestellt. Denn vor allem vor 800 Jahren gab es Steppen, Steine, Gräser, Wüste und Städte, Klöster aus Stein und Holz.

    Das einzige was an Hollywood erinnert sind die Schlachtszenen, welche im Königreich des Himmels und Herr der Ringe ähnlich, aber auch nur ähnlich sind. Denn in diesem Film mögen Scotts und Jacksons Schlachtvorlagen verwendet worden sein, sie sind aber nicht imitiert und das macht was aus. Denn was dem Regisseur hier zusätzlich eingefallen ist, bereichert die Szenen.

    Die Musik war keine Mainstream Musik sondern östlich gefärbt. Wenn schon, dann war das mongolischer Kitsch und der ist wertvoll aufgrund seiner Seltenheit. Pulp Fiction war auch gut, da Kitsch neu und interessant dargestellt wurde. Ein Beispiel für faden Kitsch ist die Mumie.

    Also abgesehen von den Gefühlen, werden in der Mongole vor allem neue Sichtweisen geboten.

    Re:Vergnügen
    Auf dieses Kommentar hin habe ich mir den Film angesehen, und vielleicht gerade wegen des Lobes und der daraus resultierenden Erwartung war ich sehr enttäuscht.
    Auch wenn es kein amerikanische Produktion war, so kam sie doch dem Kitsch jenes sehr nahe.
    Es geht mehr um Gefühle und Familie als um Geschichte, Dschingis Khan als Sohn, Bruder, Ehemann und Vater, ja auch als Visionär.
    Um zu zeigen, dass auch geschichtliche Figuren Familie und Gefühle haben ist der Film für Schüler (und vielleicht gerade für diese an Gefühl interessierte Altersklasse) gut, geschichtliches Wissen wird dabei aber wenig vermittelt.
    Auch werden die Situationen sehr fragmentarisch dargestellt, kaum etwas erklärt oder Auswirkungen gezeigt.

    Falls man also Lust auf Gefühlsromantik, ein paar wenige und leider sehr kitschige (noch dazu der damaligen Zeit kaum entsprechende) Landschaftsbilder mit dazwischen gestreutem Säbelrasseln und Blutvergießen hat, wird man wohl nicht enttäuscht werden.