Deserteur!

 A 2012
Drama, Biografie, Geschichtsfilm 80 min.
6.10
film.at poster

Gabriele Neudecker greift Österreichs letztes Tabuthema auf und zeigt vier wahre und berührende Schicksale von Deserteuren im Hungerwinter 1946.

Ein Blick auf vergessene Opfer der Nazis: DESERTEUR! porträtiert vier junge Männer vom Land, die ihre persönlichen Geschichten über Widerstand, Verweigerung und Desertion direkt in die Kamera erzählen. Im Hungerwinter 1946 verschmilzt ihre Gegenwart mit der Vergangenheit, und traumatische Erinnerung mit gesellschaftlicher Ausgrenzung - die überlebenden Deserteure ahnen nicht, dass ihre offizielle Rehabilitierung erst im Jahr 2009 durchgesetzt wird...

Details

Franz Kranzinger, Alexander Kortoletzky, Markus Klampfer, Peter Neudecker jun.
Gabriele Neudecker
Doris Kirschhofer, Brigitte Wagner
Stefan Aglassinger, Gabriele Neudecker
Gabriele Neudecker

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken


  • ERSTE KRITIKEN aus Deutschland!

    Wahre Fiktionen – das Spiel mit der Wirklichkeit

    Mit Lob überschüttelt wird derzeit Gabriele Neudecker für ihren Film „Deserteur“. Sie erzählt darin die Geschichten österreichischer Wehrmachts-
    Deserteure im Zweiten Weltkrieg. Der Film spielt im Jahr 1946, die
    wirklichen Deserteure hat Gabriele Neudecker aufwändig recherchiert
    und interviewt, danach jedoch Laiendarsteller für ihren Film
    gecastet. Diese spielen in einem pseudo-dokumentarischen Setting die
    Deserteure und sprechen direkt in die Kamera. Das Ergebnis ist ein
    Spannendes Doku-Fiktionsspiel mit der Geschichte.
    (Matthias Leitner, Bayrischer Rundfunk, Mai 2012)


    Reality is broken!

    Deutlich stringenter ist die Inszenierung des österreichischen Doku-Fiction-Films "Deserteur" von Gabriele Neudecker. Der Film porträtiert vier junge Männer vom Land, die ihre persönlichen Geschichten über Widerstand, Verweigerung und Fahnenflucht im Zweiten Weltkrieg erzählen.
    Im Hungerwinter 1946 arbeiten sie ihre traumatischen Erinnerungen an den Krieg und ihre gesellschaftliche Ausgrenzung als Deserteure auf. Die Protagonisten sind fiktive Figuren, die von Laienschauspielern verkörpert werden, basieren aber auf wahren Schicksalen und zahlreichen Interviews mit Zeitzeugen. Das Ergebnis ist seltsam entrückt, assoziativ und poetisch
    Nie wird Archivmaterial verwendet – Regisseurin Gabriele Neudecker hält durchgehend an der offensiv pseudodokumentarischen Machart fest. Als wäre ein Kamerateam aus dem 21. Jahrhundert in das Jahr 1946 gereist um diese vier Männer zu porträtieren. Der Film behauptet nie "real" zu sein – aber er wirkt so. Und das ist eine große Leistung.
    (Ralph Glander, on3 Radio, Bayrischer Rundfunk)