Warum hab ich ja gesagt?

Designing Woman

1957

Komödie

Min.118

Eine Urlaubsliebe muss sich im Alltag bewähren: Ein Sportjournalist und eine Designerin verlieben sich, heiraten Hals über Kopf und stellen zu Hause fest, dass ihre Lebensentwürfe nicht miteinander vereinbar sind; besonders, dass seine Frau beruflich wesentlich erfolgreicher ist, als er selbst, nagt am Selbstbewusstsein des Zeitungsmannes. Vor allem sich selbst muss er dringend beweisen, dass er auch was kann in seinem Beitrag zum Geschlechterkampf schlägt sich Minnelli weitestgehend auf die Seite der Frauen. Die Handlung des Films konzentriert sich auf eine jener Affären, die in früheren MGM-Tagen für Spencer Tracy und Katharine Hepburn maßgeschneidert gewesen wäre: Sportreporter einer Tageszeitung trifft erstklassige Modeschöpferin, und die beiden haben eine Menge Tücken und Hindernisse zu bewältigen, bis sie am Ende zusammen kommen. Doch obwohl diese Geschichte an viele frühere Filme dieser Art erinnert, inszeniert Minelli mit unverwechselbarem leichten Stil, und Bacall liefert eine fantastische Darbietung. Bacall beschrieb Designing Woman als «wunderbar-witziges Drehbuch und eine tolle Rolle», und sie erinnert sich, dass sie glücklich war, wieder zu arbeiten und jene Rolle zu bekommen, die Grace Kelly wegen ihrer Heirat mit Prinz Rainier abgelehnt hatte. Bacall drehte in den Monaten vor Bogarts Tod und ließ ihn nur ungern allein, doch er bestand darauf, dass sie die Rolle annahm und lauschte gespannt ihren Berichten, wenn sie nachts von den Dreharbeiten nach Hause kam. (Lawrence J. Quirk)

(Text: Viennale 2004)

  • Regie:Vincente Minnelli

  • Kamera:John Alton

  • Autor:George Wells nach einer Idee von Helen Rose

  • Musik:André Previn

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