Die Pastorale

 Georgien 1975

Pastorali

Drama 98 min.
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Ein Streichquartett - zwei Männer, zwei Frauen - aus Tbilisi verbringt den Sommer auf dem Land. Erst sind sie zu sehr mit ihren Proben beschäftigt (wenn diese nicht von lärmenden Rowdys gestört werden), um der fremden Welt Substanzielles abzugewinnen. Aber nachdem vor allem Kinder Interesse an den Neuankömmlingen zeigen, nähern sich auch die abgehobenen Städter der Erfahrung des Landlebens an. Der dritte Langfilm von Otar Iosseliani, in der georgischen Heimat prompt als "wenig erbaulich" weggesperrt, bereitete erst mit seiner Berlinale-Aufführung 1982 den Weg für die West-Karriere des Regisseurs, der bald darauf nach Paris emigrierte. Mit Pastorali ist Iosseliani auch ästhetisch ganz bei sich angekommen, als eine Art intellektuellerer Jacques Tati: lyrische Vignetten statt durchgehender Handlung, ein Minimum an Dialogen, die scheinbar lose Konstruktion von inneren Bezügen zusammengehalten. Neben seinen formalen Ambitionen wird der Film auch getragen von der schönen Poetik der täglichen Plackerei. (C.H.)

Details

Rezo Charkhalashvili, Lia Tokhadze-Dzugeli, Marina Kartsivadze, Tamara Gabarashvili u.a.
Otar Iosseliani
Abesalom Maisuradze
Rezo Inashvili, Otar Mekhrishvili, Iosseliani

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