Die Arbeiterklasse geht ins Paradies

 I 1971

La classe operaia va in paradiso

Drama 115 min.
7.70
film.at poster

Petris Attacke gegen den Industriekapitalismus, beschreibt die Fabrik als Gefängnis.

Elio Petris sozialkritische Filme sind (ähnlich wie jene Damianis) durchsetzt mit neorealistischen Elementen. Im gleichen Maß bedienen sie sich populärer Genreformen als Vehikel zur politischen und sozialen Polemik. La classe operaia va in paradiso, Petris Attacke gegen den Industriekapitalismus, beschreibt die Fabrik als Gefängnis: Bombardiert von Lärm, abgetrennt von der Natur, beziehungslos zur produzierten Ware und ausgesetzt dem unmenschlichen Rhyth­mus des Fließbands verkümmern die Arbeiter zu Lohnsklaven. Massa, Protagonist des Films, ist das Ass der Fabrik; er arbeitet mit frenetischer Konzentration, steigert die Produktivität durch sexuelle Träume. Ein Arbeitsunfall, später die Entlassung wegen Streikaktivi­tät, lassen ihm das Ausmaß an neurotischer Verkümmerung und die Absurdität seines Daseins bewusst werden. Seine Wiedereinstellung, von den Gewerkschaftskollegen als Triumph gefeiert, wirkt nach dem Vorausgegangenen wie Massas endgültige Verdammnis. (H.T.)

(Text: filmmuseum)

Details

Gian Maria Volontè, Mariangela Melato, Gino Pernice, Luigi Diberti, u.a.
Elio Petri
Ennio Morricone
Elio Petri, Ugo Pirro

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