Die Ballade von Narayama

 J 1982

Narayama Bushiko

Drama 130 min.
7.90
film.at poster

In einem kleinen Bergdorf müssen alle, die 70 Jahre alt geworden sind, die Kommune verlassen und auf einen Berg steigen, um zu sterben.

Nordjapan, in einem verarmten, abgelegenen Bergdorf: Die Tradition aus Überlebenssnot bestimmt, die Alten, wenn sie 70 werden, auf dem Berg Nara dem Willen der Götter zu überlassen - dieses Opfer garantiert einem jüngeren Essen. Orin ist 69, lebt mit ihrem Sohn und drei Enkelkindern und bereitet sich auf ihren Abschied ein ganzes Jahr lang vor. Neben anderen, moralisch nicht immer akzeptierten Aktivitäten, organisiert sie ihrem Sohn eine Frau, lehrt diese, die Familie zu ernähren. Am Berg Nara empfangen die mit ihrem Schicksal versöhnte Orin und ihren trauernden Sohn, der sie auf seinem Rücken hinauftrug, hunderte Skelette und hungrige schwarze Raben. Shohei Imamura hat seinem eindringlich intensiven Epos Szenen ritueller Sexualität bei-gefügt, die als schockierend empfunden wurden.

Filmfestival Innsbruck 2002

Details

Ken Ogaka, Sumiko Sakamoto, Takejo Aki, Tonpei Hidari
Shohei Imamura
Shinichiro Ikebe
Masao Tochizawa
Shohei Imamura

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mein Lieblingsfilm
    Leben, Liebe, Tod, die elementaren Dinge halt. Fotographie, Landschaft vom Feinsten, aber Beiwerk, ein must der Japanischen Esthetik eines absoluten Könners. Muss man was vom griechischen Drama verstehen (Plot 12 h, hier der Jahreslauf) , die Geschlossenheit kommt auch so rüber. Symbolismus natürlich. Wenn Sexszenen begleitet werden von tierischen Paarungsakten ist das nur ein Hinweis auf die Natürlichkeit des Geschehens. Wenn die Schlange, die Herrin, oder war es die Hüterin des Hauses?, das Haus verlässt, dann ist das ein Hinweis auf kommendes Unheil für die Bewohner jenes Hauses.
    Die Dummheit mancher amerikanischen Kritiker ist schon erschreckend. Diesen Film kann man mehrfach sehen, auch nach Jahren mit immer neuem Gewinn.