Die Suche nach der Hungersnot

 Indien 1980

Aakaler Sandhane

Drama 
film.at poster

Ein Filmteam kommt 1980 in ein bengalisches Dorf, um einen Film über die Hungersnot von 1943 zu drehen, die damals über fünf Millionen Tote forderte.

Die Crew quartiert sich in einem verlassenen Herrensitz ein, während die Dorfbewohner neugierig aber zunächst aus der Distanz die Dreharbeiten verfolgen. Zwei Welten treffen aufeinander. Die Hauptdarstellerin freundet sich mit der einzigen Bewohnerin des Gutshofs an, während ein Dorfbewohner - auf ein Engagement hoffend - sein Interesse an der Filmarbeit bekundet. Er bildet eine Brücke zwischen Filmteam und Einheimischen, die sich allmählich in die Dreharbeiten einmischen. Fiktion und Realität beginnen einander zu durchdringen, und nachdem die Suche nach einer Darstellerin an den Moralvorstellungen der Dörfler scheitert, brechen die (Kultur-)Konflikte offen aus.

Mrinal Sen (geb. am 14.5. 1923) gilt nach dem Tod von Satyajit Ray und Ritwik Ghatak als der letzte noch lebende Doyen des unabhängigen Kinos in Indien. Sein Debütfilm DIE DÄMMERUNG (1956) erschien ein Jahr nach Rays PATHER PANCHALI, seither hat Sen über 30 Arbeiten realisiert, Filme, die größtenteils nie nach Österreich gekommen sind. Im Rahmen des Sommerkinos widmet das Filmarchiv dem großen indischen Regisseur zum 80. Geburtstag ein Tribute mit sieben Filmen, darunter fünf österreichische Erstaufführungen. DIE SUCHE NACH DER HUNGERSNOT gilt als der international erfolgreichste Sen-Film und wurde 1981 bei der Berlinale mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet.

Länge: 125 Minuten

Details

Smita Patil, Dhritiman Chatterjee, Gita Sen, Sreela Majumdar, Dipankar Dey
Mrinal Sen
Gangadhar Naskar
K. K. Mahajan
Mrinal Sen nach einer Erzählung von Amalendu Chakraborty

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