Die Tür der Versuchung

 USA 2004

The Door in the Floor

Drama 22.10.2004 ab 12 111 min.
6.70
Die Tür der Versuchung

Portrait einer Familie, die durch ein tragisches Ereignis wie erstarrt erscheint und erst durch das Auftauchen eines Außenstehenden wieder erwacht und neue Wege geht.

Ted Cole (Jeff Bridges), ein erfolgreicher Kinderbuchautor und Illustrator, seine schöne Frau Marion (Kim Basinger) und ihre kleine Tochter Ruth wohnen direkt am Meer, in einem malerischen Küstenort auf Long Island. Eine perfekte Familie in einer perfekten Welt? Doch die Familie ist von einem tragischen Ereignis in der Vergangenheit gezeichnet: Bei einem Verkehrsunfall haben sie ihre beiden Söhne verloren. Die Coles werden mit dem Verlust nicht fertig. Marion gibt sich ganz ihrem Leid hin. Die Liebe für ihre kleine Tochter Ruth kommt dabei zu kurz. Ted dagegen stürzt sich von einer flüchtigen Affäre zur nächsten. Als Eddie (Jon Foster) bei ihnen einzieht, um in seinen Schulferien für Ted als Praktikant zu arbeiten, ändert sich alles. Einen Sommer lang wird Marion ihn leidenschaftlich lieben. Eddie erfährt zum ersten Mal die Freuden, aber bald auch die Leiden der Liebe. Dann spitzen sich die Ereignisse zu...

Nach der Vorlage des Bestsellers "Witwe für ein Jahr" von John Irving entwirft Regisseur Tod Williams ein faszinierendes, vielschichtiges Stillleben.

Details

Jeff Bridges, Kim Basinger, Jon Foster, Elle Fanning, Bijou Phillips, u.a.
Tod Williams
Marcelo Zarvos
Terry Stacey
Tod Williams, nach John Irving
Tobis Film
ab 12

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Trauerarbeit
    Ohne den Titel des Originals „Die Tür im Fußboden“ versteht man die letzte Einstellung nicht. Damit wird der Symbolik aber mehr als ausreichend Tribut gezollt. Der Film stellt nur einen Teil des Romans von John Irving „Witwe für ein Jahr“ dar und muss folglich stark vereinfachen. Es zieht sich aber alles ganz schön in die Länge und man fragt sich nach dem Kern: Unglücklich Verheiratete (Kim Basinger) verführt College Boy - also eine Dreiecksgeschichte oder wie verarbeiten die beiden Eltern jeweils ein traumatisches Ereignis? Es sieht so aus als würde beides mit einander zusammenhängen. Zumindest kann man bei genauerem Hinsehen und mit viel Fantasie die unterschiedliche Trauerarbeit in einer kaputten Ehe ausmachen. Jeff Bridges - „eingebildet wie ein undichtes Kondom“(John Irving) gibt als Ehemann den egozentrischen Künstler. Auch die unfreiwillige Komik in der zweiten Hälfte, kann das Gähnen nicht verhindern. Der Versuch der tiefenpsychologischen Durchleuchtung ist nicht ganz geglückt.

  • Enttäuschend
    Ein ungewöhnlich flacher und plumper Film. Kein einziger Charakter wird auch nur andeutungsweise tiefer entwickelt, unglaubwürdig ist noch eine Verharmlosung. Mag sein, daß sich der Durchschnittsamerikaner so das Leben vorstellt, neben dem aktuellen Präsidenten ein Grund mehr, vor diesem Gesellschaftssystem auf der Hut zu sein.