Down to the Bone

USA, 2004

Drama

A woman under the influence: Alles im Leben einer jungen Frau steht im Zeichen ihrer verheimlichten Kokainsucht.

Min.104

Start18.03.2005

Die Unruhe, die Irene immer wieder befällt, die Fahrigkeit im Umgang mit ihren Kindern, die Wut gegen ihren Mann und die plötzlichen Ausbrüche alles im Leben der jungen Frau steht im Zeichen ihrer verheimlichten Kokainsucht, «a woman under the influence» auf der verzweifelten Suche nach Besänftigung. Mit Down to the Bone lieferten die Regisseurin Debra Granik und die Schauspielerin Vera Farmiga eine geradezu physische Tour de force durch die Drogenabhängigkeit, ein grandioses Porträt einer Frau zwischen Verzweiflung, Aufgabe und Hoffnung auf Erlösung, «haunted by the evil spirits of sister cocaine».

Ein eiskalter Wintertag auf dem Parkplatz einer Kleinstadt im Norden des Staates New York. Ein Kuchen mit dem Bild der amerikanischen Fahne gleitet auf dem Förderband eines Lebensmittelgeschäfts vorbei. So beginnt Down to the Bone, ein gewöhnliches Drama in einer orientierungslosen Gesellschaft. Die Kamera versucht möglichst objektiv, das Leben von Irene einzufangen. Irene tut alles, um ihre beiden Söhne aufzuziehen, ihre Ehe aufrechtzuerhalten und ihre Kokainabhängigkeit zu verbergen. Sie rafft sich noch mal auf und beginnt eine Entziehungskur in der Hoffnung, ihren Mann dadurch zurückzugewinnen. Nach ihrer Rückkehr scheint sich aber die Distanz zwischen ihnen noch vergrößert zu haben, und Irene geht eine zerstörerische Beziehung zu einem ehemaligen Kokainsüchtigen ein. Ohne gefällige Moralisierung zeichnet Down to the Bone Figuren, die sich mit Schmerz und der eigenen Unzulänglichkeit herumschlagen müssen in diesem Niemandsland zwischen Schwarz und Weiß.

(Text: Viennale 2004)

IMDb: 6.7

  • Regie:Debra Granik

  • Kamera:Michael McDonough

  • Autor:Debra Granik, Richard Lieske

  • Musik:Low, Slug, Jackie O Motherfucker, Tortoise, East River Pipe

  • Verleih:Stadtkino Filmverleih

Für diesen Film gibt es leider keine Vorstellungen.