Edi

 Polen 2002
Drama 97 min.
film.at poster

Alkohollieferanten, zwei rücksichtslose Brüder, suchen nach einem geeigneten Beschützer für die 17 jährige Schwester.

Edi arbeitet als Schrottsammler. In einer Bar lernt er eines Tages zwei Alkohollieferanten kennen, die ihm einen wie es scheint hervorragenden Job anbieten: Er soll der Privatlehrer ihrer 17-jährigen Schwester «Prinzessin» werden, die seit dem Tod der Eltern unter der Obhut der Brüder steht. Um sie jedoch vor den Blicken der Männer zu schützen, wurde sie zu Hause eingeschlossen. Edis unattraktives Äußere soll das Mädchen daran hindern, Sympathie für ihn zu entwickeln. Doch eines Tages lässt Edi aus Mitleid den Schlüssel zu ihrem Zimmer bei ihr. Drei Monate später erfahren die Brüder, dass ihre «Prinzessin» ein Kind erwartet. Aus Angst um ihren Geliebten behauptet die junge Frau, Edi habe sie vergewaltigt. Eines Tages stand ich auf dem Balkon der Wohnung meines Drehbuchautors und Freundes Wojciech Lepianka. Von dort aus wurden wir Zeugen folgender Szene: Ein vollkommen betrunkener Mann schob einen Karren, von dem ständig Rohre herunterpurzelten, die er wieder aufhob und zurücklegte. Das wiederholte sich mehrere Male, bis der Mann zusammenbrach und einschlief. Irgendwie erinnerte mich das an die Kreuzwegstationen, und ich überlegte, dass dieser Mann vielleicht sehr gütig ist. Ich wollte einen Film über ihn machen, wusste aber, dass er nicht realistisch oder quasi-dokumentarisch sein durfte. Dann las ich eine Geschichte in dem Buch «Zen of Flesh and Blood». Sie handelte von einem schönen Mädchen, das seinen Zenmeister beschuldigt, der Vater ihres Kindes zu sein und der Meister bestreitet dies nicht. Diese Geschichte hatte mir gefehlt. So kam Edi zustande. (Piotr Trzaskalski)

Details

Henryk Golebiewski, Jacek Braciak, Jacek Lenartowicz, Grzegorz Stelmaszewski, Aleksandra Kisio, Dominik Bak
Piotr Trzaskalski
Musik Wojciech Leman´ski
Krzysztof Ptak
Wojciech Lepianka, Piotr Trzaskalski

Kritiken

Kinoprogramm

Es sind uns keine Vorstellungen bekannt.

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User Kritiken


  • "Waas? Ein polnischer Film..? Lass lieber sein..."
    Irgendwie vorurteilsbelastet, diese Einstellung, oder...?
    Jedenfalls habe ich mir gestern diesen Film angeschaut und zunächst nur widerwillig. Und nun geht er mir nicht mehr aus dem Kopf! Und es tut mir so leid, daß es gestern eine Raubkopie war. Wo kriege ich das Original? Ist es angemessen, dem Regisseur, den Schauspielern eine Spende zu überweisen? Ich will nicht über den Film schreiben, weil ich der Auffassung bin, daß gewisse Dinge einer Beschreibung entbehren.
    Und nun besorgt Euch dieses Werk! Das ist ein Befehl!
    Und spendet! Ich glaube, daß (ost-)europäische Kino hat es nötig und verdient es! Bevor diese Romantiker von Hollywood aufgekauft werden....