Elena

 RUS 2011
Drama 109 min.
7.30
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Im Zentrum der Geschichte steht Elena, eine großherzige, ungebildete Mutter aus der Mittelschicht. Sie bedient ihren reichen Mann und hilft ihrem arbeitslosen Sohn, der bereits zum dritten Mal Vater wird. Ihr Mann Vladimir hat ein Appartement im elitären Moskauer Stadtteil Ostoschenka und eine Tochter, die nur des Geldes wegen den Kontakt zum Vater aufrecht erhält. Als Vladimir eine Unterstützung für Elenas Enkel verweigert und schließlich nach einem Herzinfarkt auch noch sein Testament zu Gunsten seiner Tochter ändern will, scheint die Gutmütigkeit der ansonsten fürsorglichen Frau endgültig am Ende.

Details

Andrey Smirnov/Nadezhda Markina/Elena Lyadova/Alexey Rozin/Evgenia Konushkina/Igor Ogurtsov/Vasiliy Michkiv
Andreï Zvyagintsev
Mikhail Krichman
Oleg Negin/Andreï Zvyagintsev

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Tod durch Viagra
    Formalistisch stilsicher aufgebaut wie ein Balanceakt: reicher alter Mann Wladimir (Andrei Smirnow) hat eine zweite Ehefrau Elena (Nadezhda Markina). Jeder hat aus einer früheren Ehe Kinder: Er Tochter Katja (Elena Lyadova), sie Sohn Sergej (Alexey Rozin). Die Tochter vom Vater verwöhnt ist ein herzloses Biest, der Sohn Alkoholiker, der ständig Kinder macht. Sascha, sein Ältester soll zum Militärdienst, könnte sich freikaufen. Dazu braucht er Geld vom Opa Wladim. Der will nicht. Redet von Verantwortung. Schläft aber immer noch mit Elena.
    Sie und Wladim wohnen in einem schicken Apartmentblock, leben in einer total durchgestylten weitläufigen Wohnung, Sergej und seine ständig wachsende Familie in der Platte.
    Nach Wladims Herzinfarkt weiß die ehemalige Krankenschwester Elena Rat: Viagra. Ein schöner Tod. Sein Testament verbrennt sie und bringt viel Bares zu ihrem Sohn Sergej. Der kann weiter saufen, sein Sohn studieren. Elena bekommt die Hälfte von Wladims Erbe. Sergej zieht mit Familie bei Muttern ein.
    Anders als bei Goethe ist Elena ‘ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und doch das Böse schafft‘. Ihre Mutterliebe ist größer als die Gattenliebe. Sie lügt und betrügt ihre Stieftochter und die Behörden. Die strafenden Prügel bezieht nicht sie sondern ihr Enkel. Ja das Leben ist nicht immer gerecht. Es geht einfach weiter.
    Ist das die höchste Form von Altruismus jenseits aller Moral? So wie es unterschiedliche Arten von Liebe geben kann? Bedenkenswert allemal. Und keineswegs langweilig.