Filmakademie Werkschau Kurzfilmblock 3

 
Kurzfilm 
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Im Filmcasino werden insgesamt fünf Kurzfilmprogramme mit 15 aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen sowie Musikvideos präsentiert.

#SCHULAUSFLUG von Maximilian Liebich, 2015, 30 min

Eine Kärntner Maturaklasse fährt mit dem Bus nach Polen, um die Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau zu besuchen. Die LehrerInnen versuchen auf der langen Busfahrt die jungen Erwachsenen auf das sensible Thema einzustimmen: Der Film "Schindlers Liste" wird angesehen. Ein Gedenktext wird von der Religionslehrerin in das Busmikrofon gelesen. Der Besuch der von Touristen bevölkerten ehemaligen Vernichtungslager stiftet allerdings Verwirrung. Im Gemeinschaftsraum der Herberge versuchen LehrerInnen wie SchülerInnen sich dem unaussprechlichen Grauen erneut anzunähern. Unweigerlich wird von den Jugendlichen auf die Gegenwart reflektiert. Welchen Umgang können Jugendliche heute, 70 Jahre nach dem Holocaust, mit dem Unfassbaren finden?

Regie/Drehbuch Maximilian Liebich

Kamera Marie-Thérèse Zumtobel

Schnitt Sebastian Schreiner

Produktion Florian Brüning, Thomas Herberth

GLEICHGEWICHT von Bernhard Wenger, 2015, 5 min ICH

Der hämmernde Bass beim Autodrom. Die hektisch blinkenden Lichter vor der Achterbahn. Verängstigte Schreie aus der Geisterbahn. Das sind die Bestandteile der Welt, in der sich Denise zu Hause fühlt. Sie besucht fast täglich den Wiener Prater um mit dem Tagada, einem elektronischen Karussell, zu fahren. Sie tut dies jedoch nicht nur zu ihrem Vergnügen. Die Fahrten mit dem Tagada helfen ihr, einen Umgang mit ihrer schweren Kindheit zu finden. Die Bilder zeigen Denise' Körper, der dem bunten Wirbel der Maschine ausgesetzt ist. Aus dem Off erzählt sie über ihre Eltern, Gewaltanwendung in der Kindheit und den Weg zu ihrer Ersatzfamilie im Prater. Die Bilder des kreisenden Tagadas werden Symbol für Denis' bewegtes Leben.

Regie/Konzept/Schnitt/Produktion Bernhard Wenger

Kamera Rupert Höller

Ein Film über Denise

WANDERE AUF EINEM SCHMALEN GRAT von Vedran Kos, 2015, 55 min

Ibo ist 26 und steigt zum ersten Mal in den Boxring. Eigentlich träumt er davon schon seit dem Teenageralter. Er hat einige Anläufe hinter sich, doch bis jetzt hat sein innerer Schweinehund jedes Mal gesiegt. Nun ist die Konkurrenz jünger und härter denn je. Trotzdem sieht es so aus, als würde Ibo es diesmal wirklich durchziehen. Das Training ist schweißtreibend, die privaten Sorgen belastend und die Angst sitzt ihm im Nacken. Er verlangt seinem Körper viel ab, denn neben den Kämpfen und dem Training verdient Ibo sein Geld am Bau. Über ein halbes Jahr lang wird Ibo von der Kamera begleitet. Alle Vorbereitungen streben auf den ersten, großen Amateurboxkampf für die Box Union Favoriten hin. Doch Ibo muss sich nicht nur im Ring verteidigen. So manche/r aus dem Familien- und Freundeskreis begegnet seiner neuen Leidenschaft nicht mit Wohlwollen.

Regie/Konzept Vedran Kos

Kamera Marie-Therésè Zumtobel

Schnitt Sebastian Schreiner

Produktion Steven Swirko

DarstellerInnen Ibrahim Köse, René Bogner, Enes Osmanovic u.a.

Kritiken

Kinoprogramm

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