Frozen River

 USA 2008
Drama 97 min.
7.20
Frozen River

Nahe der kanadischen Grenze kämpft die zweifache Mutter Ray um ihren Traum vom neuen Trailerhome.

Ray lebt mit ihren zwei Kindern in einem kleinen und schlecht isolierten Fertighaus in einem Ort an der Grenze des Staates New York zu Kanada. Ihr Mann ist spielsüchtig und hat sich mit dem Geld, das für den Kauf eines neuen Hauses bestimmt war, davongemacht. Auf der Suche nach ihrem Mann lernt sie die Mohawk-Indianerin Lila kennen, die ebenfalls in einer verzweifelten Lage ist. Seit dem Tod ihres Mannes ist sie aus der Gemeinschaft ausgestoßen.

Lila zwingt Ray mit ihr gemeinsam Immigranten illegal über den gefrorenen Saint Lawrence Fluss zu schmuggeln. Nachdem der Transport gelingt, beginnt auch Ray über die neue Einkommensquelle und über das schnelle Geld nachzudenken.

Zwei Oscar-Nominierungen 2009 für Melissa Leo als Ray (Beste Hauptdarstellerinnen) und für Courtney Hunt (Bestes Drehbuch) und viele weitere Auszeichnungen.

(Text: FrauenFilmTage 2010)

Details

Melissa Leo, Misty Upham, Charlie McDermott, Mark Boone Junior
Courtney Hunt
Peter Golub, Shahzad Ismaily
Reed Morano
Courtney Hunt

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Wintertransporte
    Bereits die erste Einstellung veranschaulicht den Kern des Dramas: Rays Gesicht, (Melissa Leo): eine Träne rollt…Ein leises aber ergreifendes Sozialdrama vom Überlebenskampf einer Alleinerziehenden, die gezwungen ist, Flüchtlinge über die Grenze zu schmuggeln. Ray gerät aber während der Zusammenarbeit mit einer Indianerin immer tiefer in die Bredouille. Auch ihr halbwüchsiger Sohn versucht krumme Geschäfte zu machen. Das Erstaunliche an diesem Film sind aber die Lösungen: die Behörden reagieren mit viel Einfühlungsvermögen und verständnisvoller Weitsicht und verhindern eine Eskalation. Ohne zu beschönigen zeigt der Film, wie Vertreter des Gesetzes und des Rates der Mohawks ihren Ermessensspielraum nutzen, um für alle Beteiligten eine akzeptable den gesetzlichen Vorschriften genüge tuende Lösung zu finden. Und so bleibt Rays Familie erhalten und bekommt sogar noch indianischen Zuwachs. Klingt alles nach FFE ist es aber nicht, weil die menschlichen Schicksale so authentisch geschildert werden, dass sie unter die Haut gehen. Die Dialoge und die tiefverschneite Umgebung schaffen eine frostige, dichte Atmosphäre, die von Melissa Leo maßgeblich geprägt wird. Zu recht preisgekrönt!