Gertrud

 DK 1964
Drama 119 min.
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Drei Tage aus dem Leben einer "emanzipierten Frau".

Die ehemals berühmte Sängerin Gertrud und der bekannte Anwalt Gustav Kanning planen zu heiraten. Doch statt sich im Rahmen ihrer Hochzeit ewige Treue zu versprechen, geloben sie sich gegenseitige Freiheit, sollten sie eines Tages erkennen, dass ihre Liebe verblasst ist. Einige Jahre später macht Gertrud von ihrem Recht Gebrauch...

Ihr Ideal der bedingungslosen Liebe ist im Stockholm von 1907 zum Scheitern verurteilt. Die Männer dienen dem "Fortschritt" und der "Kultur". Ihre Sprache beschwört den Liberalismus, aber ihr Trachten gilt der Karriere, und ihre Taten verkehren das Beredete in Erpressung. Gertrud nimmt die Gesellschaft um sie vergeblich beim Wort. Ihr Weg endet in Verweigerung und Einsamkeit. Dreyers letzter Film ist der Triumph eines Stils der Verdichtung und nach innen gekehrter Rigorosität. Der getragene Rhythmus, die langen, bohrenden Einstellungen, der Verzicht auf alles Naturalistische und Gefällige und die kalte, feierliche Kalligraphie der Bilder konzentrieren das Erfahren der Erstarrung, von der der Film handelt.

Details

Nina Pens Rode, Bendt Rothe, Ebbe Rode, Baard Owe
Carl Theodor Dreyer
Henning Bendtsen
Carl Theodor Dreyer

Kritiken

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