The Golden Door

 I/F 2006

Nuovomondo

Drama 13.07.2007 118 min.
6.90
The Golden Door

Zutiefst poetisch gibt Emanuele Crialeses ("Lampedusa") Drama die bedrückende Stimmung auf einem italienischen Auswandererschiff zu Beginn des 20. Jahrhunderts wieder.

Ein archaischer Traum in Form einer moderne Fabel, die den Zuschauer mit auf eine Reise durch Zeit und Raum nimmt. Angetrieben von den Vorstellungen über ein Land, von dem jeder bisher nur geträumt, aber das noch niemand gesehen hat. Ein Garten Eden in dem riesige makellose Früchte wachsen und es Geld von den Bäumen regnet. Die Neue Welt. Amerika:

Sizilien, zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Eins mit der Natur und umgeben von den Geistern ihrer Vorfahren, bestellt die Bauernfamilie Mancuso seit Generationen das karge Land. Einzig Geschichten über die Neue Welt - Amerika - durchbrechen die harte Eintönigkeit ihres Lebens: von Kartoffeln so groß wie Kutschen, Karotten so lang wie Kanus und Bäumen, auf denen Goldmünzen wachsen. Eines Tages trifft Salvatore Mancuso (Vincenzo Amato) eine Entscheidung: Mit seinen beiden Söhnen und seiner Mutter will er über den Ozean ins Gelobte Land und in ein besseres Leben reisen.

Während der vier Wochen an Bord des überfüllten Schiffes sind die Menschen unter unwürdigen Bedingungen auf engstem Raum zusammengepfercht. Salvatore jedoch hat nur noch Augen für die unnahbare und schöne Passagierin Lucy (Charlotte Gainsbourg), die aus besseren Verhältnissen zu kommen scheint. Eine zärtliche Liebesgeschichte entspinnt sich inmitten des Elends...

Details

Charlotte Gainsbourg, Vincenzo Amato, Aurora Quattrocchi, Francesco Casisa, Filippo Pucillo, u.a.
Emanuele Crialese
Antonio Castrigano
Agnès Godard
Emanuele Crialese
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Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • In Milch baden
    Ein sonderbarer Film mit einer eindrucksvollen Bildersprache, ein teilweise allegorisches Auswandererdrama, in dem die Kamera fast immer ganz nah an den Figuren dran ist. In endlos lang erscheinenden Einstellungen wird minutiös die Aufnahmeprozedur in Ellis Island geschildert, die die Einwanderer über sich ergehen lassen müssen, nach einer fast im Dunkeln erlebten Schiffspassage. Das geht auf Kosten von Handlungsarmut. Man nimmt dann einen über Dolmetscher geführten Dialog mit kritischen Untertönen fast als Wohltat hin. Die größtenteils emotionslosen fast dokumentarischen Teile stehen in diametralem Gegensatz zu den unerwartet surrealistischen Milch-Bade-Szenen der Ankömmlinge. Man kann den optischen Gehalt des Films, den er vor allem im Anfangsteil durchaus besitzt, auch ohne Ton genießen - wenn man ein Augenmensch ist.


  • ..ein schöner, langsamer film, im stil eher eine dokumentation über die auswanderung aus dem bitter armen italienischen süden in die usa, die mühen der ebenen, die mühen der schiffsfahrt und die mühen der einwanderungskontrolle, aber auch die freuden, nicht ohne humor erzählt und mirt einer kleinen, eher unwahrscheinlichen, aber erfreulichen lovestory verbunden..