Goldrausch

 USA 1925

The Gold Rush

Komödie 82 min.
8.30
Goldrausch

Chaplins Meiserwerk, die Antwort auf den amerikanischen Mythos von Reichtum und Erfolg.

Eine Mischung aus Realität und Traum, Action und Poesie, Slapstikszenen, die aus tragischen Situationen heraus, entwickelt werden. Der Tramp als Außenseiter, der durch Geld die gesellschaftliche Anerkennung, aber auch die Liebe der Angebeteten erringen kann.

1898 sucht der Tramp Charlie wie viele Tausende sein Glück als Goldgräber in Alaska. Er findet in dem gutmütigen, riesenhaften Big Jim einen Beschützer. Bald findet Big Jim tatsächlich eine Goldader, doch ein furchtbarer Schneesturm verschlägt ihn und den Tramp in die Hütte des Kriminellen Black Larsen. Erbarmungslose Kälte und schrecklicher Hunger quälen das Trio. Als Big Jim schließlich zu seiner Goldader zurückkehren will, wird er von Black Larsen niedergeschlagen und verliert das Gedächtnis. Kurz darauf verschlägt es den Tramp in eine Goldgräberstadt, wo er sich in die attraktive Saloon-Tänzerin Georgia verliebt...

Der rund 68minütige Film kam 1925 ins Kino. Die Idee zum Film hatte Chaplin, als er im Herbst 1923 zufällig stereoskopische Fotos aus der Zeit des Klondike-Goldrauschs von 1898 sah. Drei Sequenzen - das Verspeisen des eigenen Schuhs inklusive der Nägel und Schnürriemen, die rutschende Hütte sowie der Brötchen-Tanz sorgten schon damals für wahre Begeisterungsstürme. Doch auch darüber hinaus besticht das Meisterwerk durch eine vortreffliche Choreographie, brillante Slapstick und exaktem Timing. Der Trick mit dem Schuh-Essen bestand übrigens darin, dass man einen Schuh komplett aus Lakritze nachbaute. (Text: Gartenbaukino)

Details

Charles Chaplin,Georgia Hale,Mack Swain
Charles Chaplin
Charles Chaplin, Max Terr
Roland Totheroh, Jack Wilson
Charles Chaplin
Stadtkino

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Charlie forever
    Obwohl sich inhaltlich Chaplins Filme sehr ähnlich sind, kann man sich doch immer wieder an den Gags erfreuen. Ein Ausnahme sind seine echten Themenfilme wie ‘Moderne Zeiten‘ oder der ‘Diktator‘ (Adolf H.), die in einer anderen Liga spielen. Ansonsten prügelt sich der Tramp, immer gleich gestylt, mit einem doppelt so großen Bösewicht herum, den er natürlich besiegt, weil er schneller und schlauer ist. Er fällt hin, wird verfolgt und abgewatscht. Und am Ende bekommt er immer das wunderschöne Mädchen (hier ist es das Varieté Girl Georgia Hale). Um das zu erreichen, kann Charlie unheimlich charmant sein: die personifizierte Liebenswürdigkeit in Lumpen. Er tut immer genau das, was die Mädels mögen. Dabei wird auch schon mal kräftig auf die Tränendrüse gedrückt wie in ‘Limelight‘ mit Claire Bloom oder ‘City Lights‘ mit dem blinden Blumenmädchen Virginia Cherrill). Vergessen wir nicht, dass Chaplin nicht nur im Film ein echter Womanizer war.
    1925 ist die Zeit des Übergangs vom Stummfilm zum Tonfilm. Chaplin findet hier eine Zwischenlösung: der Off Kommentar fast in Dialogformat. Daneben sind noch zwei Dinge in Bezug auf Goldrausch bemerkenswert: der Brötchentanz und die genial extrem schwankende Holzhütte. Der Rest ist das übliche Chaplin-Menu und das ist zeitlos genial.