Good Morning, Vietnam

 USA 1987
Tragikomödie, Kriegsfilm / Antikriegsfilm 115 min.
7.30
film.at poster

Die Figur des Radiomoderators Adrian Cronauer, der in Vietnam stationiert wird und dessen flotte Radiosatiren Robin Williams tatsächlich frei improvisierte, wird auch heute noch als eine seiner besten Rollen gehandelt.

Um die in Vietnam stationierten amerikanischen Soldaten bei Laune zu halten, wird Radio-Discjockey Adrian Cronauer (Robin Williams) von seiner eher ruhigen Stelle in Kreta nach Saigon versetzt. Beim Armed Forces Radio, dem dortigen Militärsender, bekommt er frühmorgens eine Show, die er gleich seit dem ersten Tag mit dem energischen Schlachtruf "Gooood Morning, Vietnam!" beginnt. Cronauer, der kein Blatt vor den Mund nimmt und immer einen witzigen Spruch parat hat, wird schon bald zum Liebling der Truppen. Denn er spielt fetzigen Rock'n'Roll, und anstelle langweiliger Radiomoderation bietet er den Soldaten politisches Kabarett vom Feinsten.

Mit seinen spontanen Satiren und oft bissigen Kommentaren über die Vorgänge in Vietnam ist er seinen Vorgesetzten jedoch bald ein Dorn im Auge. Vor allem Lieutenant Hauk (Bruno Kirby) und Sergant Major Dickerson (J.T. Walsh) haben es auf ihn abgesehen. Das lässt Spaßvogel Cronauer zunächst jedoch kalt. Als sich die politische Lage in Saigon zunehmend verschärft, kann er es mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren, nur die genehmigten und damit geschönten Nachrichten zu verlesen und somit den Soldaten den Ernst der Lage in Vietnam zu verheimlichen. Endlich finden Dickerson und Hauk einen legitimen Grund ihn abzusetzen.

Details

Robin Williams, Forest Whitaker, Tung Thanh Tran, Chintara Sukapatana, Bruno Kirby, u.a.
Barry Levinson
Alex North
Mitch Markowitz

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Goood Morning Vietnaaam!
    Eine entscheidende Rolle spielt die Musik in diesem Film. Es sind die Swinging Sixties und wir hören James Brown, Pet Clark, die Beach Boys u.v.a. Neben einer Diskussion über Jokes und Gags im Radio kontrastiert beim Militärsender hier auch noch zum hervorragend aufgelegten Robin Williams (Adrian Cronauer) sein Vorgesetzter als absolute Spaßbremse. Cronauer verspottet Nixon und macht sich über dessen Geschlechtsteile und sein Liebesleben lustig. Er bringt Gags am laufenden Band: ‘Kondom aus Rom. Benutze es und du kommst….garantiert in den Himmel! ‘ Es sprudelt dermaßen aus ihm heraus, dass es einem schwindelig werden kann.
    Dann macht diese blitzgescheite Comedy einen ernsthaften Schwenk: wir hören Satchmos ‘ What a wonderful world‘ und sehen Bomben in den Straßen von Saigon. Jetzt wird aus Spaß Ernst. Der Kontakt zwischen Armee und Zivilbevölkerung wird beleuchtet. Zwar emotional aber durchaus realistisch. Die Liebesgeschichte zwischen Cronauer und der Vietnamesin (Chintara Sukapatana) ist durchaus rührend und wird durch das ausgebliebene Happy End noch veredelt. Das hätte, seien wir ehrlich, selbst wenn man es erwarten würde, die Qualität dieses Films aber erheblich gesenkt.
    Es ist ein äußerst lebhafter, durchaus niveauvoller und witziger Film mit dem musikalischen Feeling der sechziger Jahre, der aber auch noch nachdenklich stimmt.