Good Night, and Good Luck

 USA 2005
Drama 17.02.2006 90 min.
7.50
Good Night, and Good Luck

Im Mittelpunkt von George Clooneys zweiter Regiearbeit steht Edward R. Murrow, ein Pionier des investigativen TV-Journalismus.

Im Mittelpunkt von George Clooneys zweiter Regiearbeit Good Night, and Good Luck steht Edward R. Murrow, ein Pionier des investigativen TV-Journalismus, der mit ebendiesen Worten stets seine Fernsehsendung «See it Now» beschloss. Murrow ließ sich als einer der wenigen Journalisten im Rahmen seines Nachrichtenmagazins auf eine Konfrontation mit dem «unamerikanische Untriebe» verfolgenden Senator Joseph McCarthy ein und setzte dadurch Sendung und Karriere aufs Spiel. Es ist eine kluge Entscheidung Clooneys, Senator McCarthy nur in Archivaufnahmen zu zeigen: So stört kein darstellerisches Virtuosentum, man kann den rasenden Paranoiker ganz authentisch erleben. Der Film spielt beinahe zur Gänze in den CBS-Fernsehstudios, und in gestochen scharfem Schwarzweiß vollzieht Clooeny die Nerven aufreibende Arbeit des Teams der Sendung mit und setzt im engen Ambiente auch visuell einiges in Bewegung: Gesichtszuckungen erhalten hier die Bedeutung von großen Gesten. Zigaretten sind auch bei Moderationen noch unerlässlich (und werden entsprechend beworben). Vor allem aber werden durch das Spiel mit unterschiedlichen Bildebenen immer wieder erstaunliche Effekte erzielt. Wenn zum politischen Druck noch ein ökonomischer kommt, droht der aufklärerischen TV-Arbeit das Aus. Es ist in Good Night, and Good Luck nie unklar, auf welche Gegenwart hier angespielt wird: Wir alle leben bereits in dem Zeitalter, in dem Fernsehen nur noch «Licht und Draht in einem Kasten» ist. Clooney setzt dem mit seinem Film ein Ideal entgegen, ganz ohne Nostalgie, angenehm nüchtern und konzentriert. (Dominik Kamalzadeh)

(Text: Viennale 2005)

Details

David Strathairn (Edward R. Murrow), Patricia Clarkson (Shirley Wershba), George Clooney (Fred Friendly), Jeff Daniels (Sig Mickelson), Robert Downey Jr. (Joe Wershba), Grant Heslov (Don Hewitt)
George Clooney
Allen Sviridoff
Robert Elswit
George Clooney, Grant Heslov
Stadtkino

Kritiken

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User Kritiken

  • Super Valium - Teil 1
    Informationen zum Film, ein bißchen meine Meinung, der Inhalt kurz überrissen:

    Jetzt weiß ich wieso der Film so schlecht besucht ist. Wieso das Kino nicht übervoll ist, sondern nur 3 Leute sitzen, ich, ein Blinder mit Krückstock der sich im Film geirrt hat, und glaubt das hier der Blindenverband ist, und die Ambulanz für eine Grau Star Operation gleich um die Ecke, weil er von ein paar Jugendlichen verarscht wurde, und dann noch so ein Typ, der sich für die McCarthy Ära interessiert, wahrscheinlich weil er mit seinen 50 Jahren selbst ein Kommunist früher war.

    David Strathairn spielt ja EDWARD R. MURROW, der war in den 50 er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein TV Ansager. Der hat immer am Ende seiner Sendung den Spruch gesagt, dessen Titel der Film ist. Multitalent George Clooney der im Film FRED FRIENDLY mimt, das Drehbuch geschrieben hat, die Regie überwacht hat, was ja wirklich viel ist, ist auch so eine eigenartige Gestalt. Er lacht nicht, er ist ernst, er macht, was weiß ich, und läuft von links nach rechts.

    Wie bekannt war ja Amerika damals eher ein bißchen rechtsradikal. Der Senator James McCarthy war ein Irrer Idiot. Der hat überall Kommunisten gewittert, und selbst den Leuten androhen lassen das sie die eigene Familie denunzieren, um die schlimmen Kommunisten zu fassen. Da ist im Film die Rede das einer seine Familie verraten sollte, das eine Großmutter Kommunistin ist, das in den eigenen Reihen der Fernsehredaktion einer ein Kommunist ist, und man muß vertuschen und nochmals vertuschen.

    EDWARD hat sich natürlich mit dem Senator ein bißchen angelegt, er hatte einfach keine Angst vor ihm. Und alles was links damals war, wurde gefürchtet, und sollte getötet werden, so war es zumindestens hinter den Reihen die, die Fernsehzuschauer nicht wussten, sie hatten einfach nur Angst die Leute damals. Ein linker Spion zu sein oder ein Verräter der USA war damals ein Todesurteil, doch EDWARD pfeift auf den ganzen Bockmist, er ist einfach einer der wenigen Leute, die gegen das ganze System damals ankämpfen, weil er durchschaut das es fast dasselbe ist, wie Hitlerdeutschland.

    Die Zeit die EDWARD hier im Film mitmacht, ist die Zeit, als selbst die freien unabhängigen Medien nicht aufmucken können und sich nichts machen trauen, weil eben der Senator Joseph so viel Macht hat in dem Land, gehabt, das jeder der nur ein falsches Wort liest, oder ein falsches Buch liest, verhaftet wird, verhört wird, oder gefoltert wird, im bestenfalls aber seinen Job verliert und vielleicht sogar ausziehen muß von zu Hause und flüchten. Die Bevölkerung selbst war ziemlich eingeschüchtert.

    Es ist gut so einen Film zu drehen, aber in SW, so langweilig, fast 2 Stunden lange, das ist meiner Meinung nach ein Reinschlag gewesen. Gut das George Clooney den Film gedreht hat, er ist ziemlich politisch engagiert, hoffentlich dreht er einen Film über die Witzfigur George Bush, wie er sein Land belügt, irgendwann, ist einfach langweilig. Statt einen Film über McCARTHY zu drehen, die Zeit ist sowieso langweilig und viel zu politisch und erinnert mich an ¿Nixon¿ oder den unsäglich langweiligen ¿The Man who wasn´t there¿ ist ohnehin schon ein Gräuel.

    Strathairn hat für den Film übrigens den Darstellerpreis in Venedig gewonnen. Seine TV Magazine in dem Film heißen ¿See it now¿ und ¿Person to Person¿ und er arbeitet für den TV Sender CBS, den größten damals im Lande. Und der ist ziemlich unter Druck. FRED FRIENDLY, der Produzent der Serie wird auch unter Druck gesetzt, weil sich EDWARD dauernd gegen MCCARTHY und sein Regime hinwegsetzt und ihn anklagt, dass er ein schlechter Senator ist.

    Da ist z.B. die Szene als MCCARTHY in Milwaukee eine Rede hält, wo EDWARD meint das er sehr konsequent ist, aber er sagt gleich, das er Leute einer Verschwörung bezichtigt, und hat genau solche Sachen ausgegraben, das man sieht, was für eigenartige Machenschaften er hat, der Senator, was er sagt, das es offensichtlich ist, das der Typ eigentlich nur eine Hetzjagd

    einschläfernd
    so interessant der hintergrund des films auch ist, erinnert er an den anfang des films, wo permanent nur gesprochen wird. sehr ermüdend und zum schluss kommatös.

    Zu Politisch - Teil 3
    Mikrophone sammelt, und um der Authentizität gerecht zu werden, hat man die Mikrophone für sein Büro verwendet, die man in dem herrlichen Film ¿O Brother where art you?¿ verwendet hat.

    Übrigens ist es der 1. Film der in S/W gedreht wurde und für den Oscar nominiert wurde, für den Besten Film 2006 übrigens, seit dem Film ¿Der Elefantenmensch¿ aus 1980. Eigentlich hätte ja Clooney den Murrow selber spielen sollen, aber er hat dann David getroffen und war ziemlich begeistert von ihm, und so hat er ihm die Rolle überlassen, und auch selbst das Set entworfen, und weil er ja alles über die Zeit weiß, und so ein richtiger Alleswisser ist über die 50 er Jahre, sein Hobby unter anderem wenn er nicht gerade Schweine züchtet, hat er auch viele Dinge selber gesucht die in den Film passen.

    Der am 6.5.1961 geborene Filmemacher der hier seinen 52. Film spielte, bereitet demnächst ¿Ocean´s Thirteen¿ vor, der hoffentlich nicht so stinklangweilig ist wie ¿Ocean´s Twelve¿

    Ich vergebe maximal 49,88 von 100

    Schnarchius - Teil 2
    Hetzjagd macht.

    EDWARD wird oft bedroht, und er hätte aufhören sollen, weil ihm sogar Geld geboten würde, doch er bleibt bei seinem Job, und greift als einziger TV Moderator im Lande den Senator weiterhin an. Da ist z.B. der Fall von einem Navy Piloten, MILO RADULOVICH. Der ist Serbe oder so was, und dessen Oma las ein Buch über Serbien oder so ähnlich, und er hat seinen Job verloren, weil er seine Familie nicht verraten hat. Ein Brief von der Airforce oder Navy ist bei ihm ins Haus geflattert. Das hat natürlich EDWARD erfahren, und er macht das publik, und erzählt auch, das man sich ruhig dem Senator und seinen Machenschaften widersetzen soll, das die Freiheit wichtiger ist, als der Senator, das dessen Handlungen des Senators aus Wisconsin eigentlich nur Bestürzung auslösen, und das es eine große Gemeinheit ist, wie er sein Volk führt.

    Bei MILO gab es dann einen Prozess, der durfte weder die Akten sehen, oder die anderen Aussagen prüfen, was ja das Recht eines jeden Angeklagten in Amerika ist. So hat der Senator immer gearbeitet. War auch logisch, sonst hätte man gesehen das der Senator was manipuliert hat.

    So gesehen ist die Geschichte ja gut, wie EDWARD dazu maßgeblich beigetragen hat, dass der Senator abgesetzt wurde. Und das Volk darauf hingewiesen wurde, das er Scheiß Machenschaften hat, aber die Umsetzung ist zu politisch und zu langweilig.

    Im Film spielt noch Frank Langella den WILLIAM PALEY, Robert Downey Jr., der ist ein Reporter bei CBS, der ist mit Patricia Clarkson verheiratet, im Film, die lassen sich scheiden, keine Ahnung wieso, und ich weiß auch gar nicht wieso der Typ mitspielt, den JOE WERSHBA, Jeff Daniels spielt SIG MICKELSON, in Archivaufnahmen sieht man JOSEPH MCCARTHY, was wirklich gut ist, oder JOHN F. KENNEDY. Der Film hat 7,5 Millionen US $ gekostet, und das 4 fache eingespielt.

    Der Film dauert doch nur 90 Minuten, aber er kam mir vor wie 2 Stunden, in dem dunklen Kino, wie in der Geisterbahn, einfach nur hingucken, sich dauernd am Arsch kratzen, bis die ganze Haut weg ist und auf das Ende warten. Zeitgeschichte ist ja gut, und Hochachtung vor George Clooney, und seiner Kunst, aber mir gefiel der Film nicht unbedingt.

    Gut war in dem Film vielleicht der Klavierspieler LIBERACE, der ist schwul, und darf nicht bekennen das er es ist, und wie bei Michael Jackson ist er mit einer hässlichen Frau verheiratet, die von ihm Geld kriegt und das alles nur wegen der Öffentlichkeit.

    Vielleicht ist der Film so pseudodokumentarisch, weil er S/W ist, und weil man dann nicht merkt, wie David Strathairn sich mit Joseph McCarthy unterhält. Vielleicht wirkt der Film für manche Leute so gut, weil er einfach so wenig unwichtiges zeigt, weil nur dauernd geredet wurde, weil man sich hier auf das wichtigste konzentriert hat, Aufstieg und Fall eines Hexenjägers aus Sicht vom TV Sender CBS, oder eher eines Reporters.

    Anfangs dachte ich, bei dem Film geht es um Gute Nacht Geschichten, oder eine Familie die Kindern erzählt wie man gut zu Bett geht, oder wie im Titel schon gesagt, es geht um so eine ähnliche Geschichte wie bei ¿Die Waltons¿, so ein richtiger Karwochefilm. Ich habe mich halt wieder nicht erkundigt über den Film, und dann war ich eben maßlos enttäuscht, als so ein politisches Geplänkel rauskam. Nun er ist hochanspruchsvoll und bei dem Film sollte man nicht essen, denn ein paar Sätze nicht gehört, und man kennt sich schon bei dem Film nicht aus. Mir hat der Film vielleicht nicht gefallen, weil ich mir was anderes vorstellte, weil ich auf so einen Film nicht gefasst war, weil ich mich vorher nicht erkundigt hatte, egal, mich finde ihn ein Käse.

    Die 2. Regiearbeit von Clooney nach seinem unerträglich langweilige und dämlichen für mich nicht guten Film ¿Confessions of a dangerous Mind¿ hat mir sehr wenig gefallen, aber wer auf solche Film steht wo man nachdenken muß, der wird hier seine Freude finden. Den echten William Paley gabs übrigens wirklich, der ist bekannt das er Mikrophone samme

  • empfehlenswert!!!
    neben "v for vendetta", "lords of war" und "syriana" ist dies der wichtigste film zum thema politische bildung und demokratie.

  • Go for it !
    George Clooney ist es offensichtlich, ähnlich wie zB Robert Redford, ein Anliegen, nicht nur erfolgreiche, sondern auch anspruchsvolle Filme zu machen. Dass dies kein Widerspruch sein muß beweist er mit "Good Night, and Good Luck" (jener Satz, mit dem der Hauptdarsteller stets seine Fernsehansprachen an das Amerikanische Volk abzuschließen pflegt).

    Unter welchen Voraussetzungen man sich diesen Film ansehen sollte, hat mein Vorposter bereits angeführt. All jenen, die noch unsicher sind sei gesagt, dass es vielleicht ganz nützlich ist, sich zumindest ein klein wenig daürber zu informieren, wer Senator Mc Carthy war und wofür er gestanden ist. Das reicht vollkommen, um sich bei diesem Movie gut zu unterhalten.
    Der Film vermittelt zumindest zweis Botschaften:
    - Wie leicht kann es passieren, dass ein Volksverhetzer seine Stellung
    im Rampenlicht ausnützt, um eigene (alles andere als demokratische)
    Interessen, laut, polternd und menschenverachtend durchzusetzen.
    (Parallelen zur USA der Gegenwart muß jeder für sich selbst ziehen.
    Beispiele hierfür gibt es jedoch sicher auch in Europa genügend.)

    - Wie erschreckend unbekümmert wir es offensichtlich zulassen, dass
    eine ursprünglich segensreiche Erfindung wie das Fernsehen, vom
    Mittel zur Bildung und Erhöhung des Menschen, zur reinen
    Entertainment-, Werbungs- und Verdummungsmaschinerie verkommt.
    (Wie wird sich das Internet entwickeln?).

  • einfach gut
    der film ist sehr empfehlenswert. insbesondere, wenn zauch nur eine der folgenden voraussetzungen gegeben ist:

    a) interesse an gut gefilmtem kino (s/w!)
    b) interesse an gut gespieltem kino (david strathairn ist grandios!)
    c) interesse an zeitgeschichte