Ein Märchen und eine Alltagsgeschichte zugleich über Haifa, den "weisen Narren", der in einem Flüchtlingslager in Gaza lebt.

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Der zweite Spielfilm von Rashid Masharawi, dem Regisseur von Curfew - Die Ausgangssperre, erzählt die Geschichte von Haifa, dem weisen Narren, der in einem Flüchtlingslager in Gaza lebt und schon durch seinen Namen die Erinnerung an seine Heimatstadt Haifa wachhält. HAIFA
ist ein Märchen und eine Alltagsgeschichte zugleich. Haifa kennt sie alle, die kleinen und großen Sorgen der Palästinenser. Und er weiß auch, wo noch Hoffnung ist: Bei den Mädchen und Jungen, die selbstbewußt in die Zukunft
schauen und ihr Leben selbst gestalten wollen.
Haifa ist nicht nur der liebenswert närrische Titelheld, sondern auch Metapher für das Drama eines von seinen Erinnerungen gejagtes und in ruhelosem Endlos-Wartestand befindliches Kollektiv. Das Flüchtlingslager, in dem HAIFA spielt, hat sich schon längst zu einem richtigen Dorf mit gewöhnlicher Betriebsamkeit entwickelt. Ungewöhnlich ist es
freilich, daß die Geschäfte hier öfter geschlossen als geöffnet sind, daß ein ehemaliger Polizist nun auf der Straße Zuckerwatte verkauft und - vor allem - daß sich die Menschen hier in Wartende, Nichts-mehr-Erwartende und Nicht-mehr-warten-Wollende unterscheiden.Filmladen Wien

IMDb: 6.1

  • Schauspieler:Mohammad Bakri, Hiam Abbas, Ahmad Abu Sal´oum

  • Regie:Rashik Masharawi

  • Kamera:Edwin Verstegen

  • Autor:Rashik Masharawi

  • Musik:Said Morad

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