Hasta La Vista

 Belgien 2011
Drama 27.07.2012 115 min.
7.40
Hasta La Vista

Drei Freunde begeben sich auf der Suche nach dem ersten Sex in einem Kleinbus aus ihrer wohlbehüteten belgischen Heimat an die spanische Küste.

Die Freunde Lars, Philip und Jozef verbindet eine gemeinsame Sehnsucht. Obwohl bereits in ihren Zwanzigern, hatten sie noch niemals Sex - und das soll sich schnellstens ändern! Doch dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, ist gar nicht so einfach. Lars fesselt eine fortschreitende Krankheit an den Rollstuhl, Philip ist vom Hals abwärts gelähmt und Jozef ist fast komplett blind. Und ihre überfürsorglichen Eltern verbieten ihnen eine sorgfältig als Wein-Tour getarnte Reise in ein Bordell, das auf ihre besonderen Bedürfnisse eingestellt ist. So organisieren sie sich heimlich den nächstbesten Fahrer namens Claude, der sich bald als die Fahrerin Claude herausstellt, und begeben sich auf eigene Faust in einem Kleinbus auf eine Tour, die sie aus ihrer wohlbehüteten belgischen Heimat an die spanische Küste und damit direkt an das Ziel ihrer Träume führen soll...

Details

Tom Audenaert, Isabelle de Hertogh, Gilles De Schrijver
Geoffrey Enthoven
Gerd Schelfhout
Pierre De Clercq, Mariano Vanhoof
Lunafilm

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Carpe Diem
    Das Plakat verrät die Richtung: drei schwerbehinderte Jungs Philip, Jozef und Lars wollen in ein spanisches Bordell. Ohne Gefühlsduselei aber nicht ohne Gefühl wird von ihrer Reise erzählt, mit allen Schwierigkeiten aber auch komischen Situationen, die sich ergeben. (Duschen, Pinkeln etc.)
    Natürlich brauchen sie einen Fahrer und einen Kleinbus. Als Glücksgriff des Drehbuchs erweist sich der Umstand, dass es eine Fahrerin ist und zwar Claude (Isabelle de Hertogh). Fragt der fast blinde Joszef ‘Ist sie hübsch?‘ Antwort ‘Eine Mischung als Seekuh und Gorilla. Sei froh, dass du nicht sehen kannst‘.
    Wie sie sich im Laufe der Reise zur echten Mutter der Kompanie mausert, wird sehr gefühlvoll aber auch witzig erzählt. Es entsteht eine tiefe Freundschaft. Claude kann beherzt zupacken z.B. in brenzligen Situationen (mit angetrunkenen Holländern) ebenso wie als Mutter Theresa mit Sexappeal agieren. Sie nimmt sich besonders Jozef (Tom Audenaert) an. Und sie ist eine Frau mit Vergangenheit. Ihr Ex war ihre Behinderung.
    Die Jungs merken, dass sie sich auf Grund ihrer Lage nicht jede Äußerung erlauben dürfen und werden erwachsen. Jozef findet in Claude einen Mutterersatz. Und der Höhepunkt des Films das Ziel der Reise wird voyeurfrei geschildert. Stattdessen gibt es eine Traumsequenz in der alle laufen und sehen können.
    Dass Lars (Gilles De Schrijver) auf der Strecke bleibt, ist eigentlich ebenso überflüssig wie seine Beisetzung in der sich alle nochmal umarmen. So werden aber auch die Eltern keineswegs vergessen. Ein ernstes Thema witzig und mit viel Wärme erzählt. Die vier Laiendarsteller sind absolut authentisch. Besser als echt behinderte Menschen.

  • sehr empfehlenswert - 1
    Wenn ich mir einen französischen Film angucke, dann sage ich, die Franzosen machen die Besten Filme, wenn ich mir nen US – Film angucke der mir gefällt sage ich, dass Hollywood marktführend ist, sehe ich mir nen indischen Film an sage ich, ja super die Inder können es doch, die machen die besten Romanzen und wenn ich mir so wie jetzt einen belgischen Film angucke sage ich, he ich habe noch nie einen gesehen und ich muss sagen, ich bin positiv überrascht.

    Krude Storys kenn ich nur aus England, mein Lieblings Komödien Film Land. Aber Belgien, ja alle Achtung. Also ein Ganzkörperbehinderter, ein Halbkörperbehinderter, ein fast ganz Blinder, die wollen nach Spanien fahren um einen Puff zu besuchen wo Behinderte vögeln können ohne ausgelacht zu werden und ohne blöd angeguckt zu werden. Die Adresse haben sie von einem Biker der beide Beine verloren hat.

    Der Film ist so was wie eine Fäkalhumorverarschung, denke ich mir, Nein weit gefehlt, der Film hat Fäkalhumor aber anspruchsvollen ja so was gibt es auch. Nicht übel sage ich. Ursprünglich hat ja PHILIP der ja komplett gelähmt ist, immer nur mit den Eltern was gemacht aber als da LARS antaucht mit der Idee, dann denkt er sich, he wie schaffen wir das? Aber die haben solch 'ne gute Idee. JOZEF ist es der Blinde, der anfangs etwas abspringen will aber er ist dabei, schließlich sind ja alle 3 Freunde und 'ne Männliche Jungfrau, das ist natürlich nicht gut. Sex gehört schon ins Leben auch zu einem Krüppel.

    Ja klar, ist es schwierig aber wieso nicht? LARS will auf keinen Fall die Welt als Jungfrau verlassen, er hat Krebs, er ist im Rollstuhl, er kann immer kränker werden, PHILIP ist vom Hals abwärts gelähmt, und er interessiert sich für Wein, und JOZEF ist fast komplett blind, mehr als 24 Dioptrie also, ja ein armer Kerl aber so was von nett.

    Die Eltern, allesamt halbwegs gut situiert, wollen anfangs nicht zustimmen aber irgendwie sind sie dann doch dabei Ihr Ja Wort zu geben. Die Ausrede ist auf der Rioja Straße zu fahren die von Frankreich nach Spanien führt und das muss man ausnutzen, ja wieso nicht. Also haben sie sich mal einen Behindertenbetreuer und Fahrer organisiert, CLAUDE. Der ist aber in Wirklichkeit 'ne Frau, die einen Job braucht. Naja da ist es klar dass es in so einer Story ja irre viele witzige Dinge gibt oder?

    Ich kann nur sagen, es ist einer der besten Komödien und Dramen die ich kenne, er ist nicht so ordinär wie man glaubt, er ist nicht übertrieben er hat 'ne Story die ich noch nie so gesehen habe, es ist lustig, der Film ist nie verarschend, und er hat gute Darsteller.

    Der Typ der JOZEF speilt, im Film einen Blinden, ich glaube der ist wirklich b lind, weil so gut und echt spielen kann ich mir schwer vorstellen wenn es nicht mein Liebling Forrest Gump ist. Witzig ist die Schwester JONI, also die von LARS die ihn dauernd überrascht als er am Notebook sitzt und sich Pornoseiten anguckt, echt witzig. Was den Film traurig macht, LARS könnte bald sterben und wenn man so einen Menschen in echt kennt dann lernt man das Leben so was von schätzen das kann man sich gar nicht vorstellen. So blöd wenn man sich nur vorstellt, wir wollen das und das und sind nicht glücklich über jenes und Dieses, das ist mehr als bescheuert, andere Leute können nicht mal gehen und da sind wir dann da, die unzufrieden sind und immer mehr wollen, oh Mann ist das krank.

    echt sehr gut - 2
    Nun ja zu rück zum Film, der Film hat sehr gute Aufnahmen, er ist gut gefilmt, er hat ein gutes Drehbuch, er hat gute Darsteller, er ist lustig und traurig zu gleich, der Film schafft es den Spagat so richtig zu schaffen zwischen Drama und Komödie, der Film ist lustig, er hat liebenswerte Darsteller, es wirkt zwar alles wie 'ne TV Komödie und Spannung vermisse ich, Schenkelklopferwitze vermisse ich a la „Hangover“ aber nur den 1. Teil weil der 2. Ist irgendwie ein Mist.

    Ich frage mich wie viel Geld die eigentlich haben dass PHILIP 'ne Wohnung hat wo alles gesteuert ist, wie die Krankenkassa das zahlt, was da für Zahlungen noch offen sind, wie die Eltern so 'ne behindertengerechte Wohnung erreicht hatten, wie die das machen wenn PHILIP als Querschnittgelähmter mal Kacken muss und der Darm ist kaputt, bei vielen so Gelähmten gibt es Probleme, die sind dann 1 – 2 Wochen nicht kacken, muss man sich mal vorstellen wie der Darm dann aussieht, wie kaputt du dich fühlst, ja die haben so nen kaputten Darm nach 20 Jahren Rollstuhl das sie nicht schießen gehen können, dann musst du m mit Einlauf oder Tabletten arbeiten, oder gar in den Hintern fahren und mit dem Handschuh die Scheiße raus holen. Nein das ist kein Witz, man kann sich darüber ruhig erkundigen.

    Viele Leute haben starke Depressionen die so leben, ganz schlimm betrifft es die Leute die nicht die Hände bewegen können vielleicht spastische Zuckungen haben, ja ein Horror so zu leben. Das alles sieht man nicht.

    Was der Film auf alle Fälle in Ordnung macht ist die Umsetzung die liebenswerte aber lustige, komische Szenen gibt es, ja JOZEF geht über die Straße und läuft fast in einen Bus und irgendwie wirkt das witzig, nicht das ich jetzt auf Behindertenwitze abfahre, sondern dass ganze hier im Film ist einfach lustig und nett umgesetzt worden, ein Film den man Ich unbedingt öfters angucken muss.

    Spannend war der Film z.B. als JONI die Schwester von PHILIP gezwungen wird zu verraten wo sie sind, ja die 3 sind ja einfach abgehaut und haben nichts gesagt, weil Ihre Eltern hätten das eh nicht zugelassen und dann verrät JONI dass die 3 nach Oslo sind, uff die sind aber schnell gewesen. Nun ja, ich kann den Film empfehlen und ich muss sagen, so was habe ich selten gesehen. Ich habe wenig gelacht, aber mich sehr gefreut den Film zu sehen.

    Die Handlung ist also gut, die Leute sind super, die Idee ist hervorragend, Spannung fehlt, schöne Landschaften fehlen, und CLAUDE wie er kommt, der ja eigentlich 'ne Frau ist, ja ein 150 KG Koloss, ja irre, und dann die Frage, sollen wir mit ner Frau in einen Puff fahren? Mann ich lach mich echt ab, aber mit einem Auge weine ich eigentlich weil es wirklich so viele arme Leute gibt, klingt blöd aber ich finde Puff auf Krankenschein sollte erlaubt sein, dazu sollte Geld da sein, wenn für Waffen Geld da ist wieso nicht für Sex für Behinderte? Der Film lässt viele Fragen offen aber er beantwortet auch viele, 90 Punkte von mir hat er auf alle Fälle.