Hawaii

 USA 1965
Drama 189 min.
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Der strenggläubige Bostoner Calvinist Abner Hale geht zu Anfang des 19. Jahrhunderts mit seiner Familie als Missionar nach Hawaii.

Der strenggläubige Bostoner Calvinist Abner Hale (Max von Sydow) geht zu Anfang des 19. Jahrhunderts als Missionar nach Hawaii. Ohne Verständnis für die lebensfrohe Naturreligion der Einheimischen predigt er ein strafendes Christentum, das die gastfreundliche Königin Malama und ihr Volk in eine tiefe Krise stürzt. Hales Frau Jerusha (Julie Andrews)und Malamas Sohn Keoki versuchen vergeblich, seinen fanatischen Eifer zu zügeln.

Details

Julie Andrews, Max von Sydow, Richard Harris, Carroll O'Connor, Elizabeth Cole, Gene Hackman, u.a.
George Roy Hill
Dalton Trumbo, Daniel Taradash

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Gott und die Welt
    Der junge, sich von Gott berufen fühlende, calvinistische Abner geht mit seiner ihm gerade Angetrauten nach Hawaii, um die Eingeborenen zu missionieren. Max von Sydow (Abner) spielt diesen steifen, fanatischen Fundamentalisten sehr überzeugend. Seine Ehefrau (Jerusha) – recht erfrischend und klug von Julie Andrews dargestellt – ist ein eindrucksvoller Gegenpol. Zwischen beiden Figuren liegt das zentrale Thema des Films: muss man Gott ausschließlich lieben, mehr als seine Mitmenschen? Beide beantworten diese Frage auf ihre Art: Jerusha verzichtet auf die große Liebe ihres Lebens (Richard Harris) und opfert sich bis zu ihrem frühen Tode auf. Abner bleibt als verstockter religiöser Fanatiker am Ende allein auf der Insel – auch ohne seine Kinder.
    Daneben werden noch Probleme der Kolonisation behandelt, die die einheimische Kultur zerstört und auch die Rolle der Kirche wird in diesem Zusammenhang beleuchtet. Die stürmische Überfahrt auf dem Schoner (gut 5 Minuten lang) hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
    Wenn man sich nicht an den etwas langatmigen Diskussionen über Gott und unser Verhältnis zu ihm stört, kann einen dieser Film von 1966 auch heute noch packen.