High Art

 USA 1998
Independent 03.09.1999 
film.at poster

Die junge Syd begegnet der älteren erfolgreichen Photographin Lucy, die mit Greta in einer bizarren Welt aus Parties und Drogen lebt - eine leidenschaftliche Affaire der beiden Frauen entsteht.

"Lange her, daß ich dekonstruiert wurde", sagt Lucy Berliner, als eine Redakteurin des Fotomagazins "Frame" Lucys Bilder in Beziehung zu Texten von Roland Barthes setzt. Vor Jahren war Lucy eine der angesagtesten Fotokünstlerinnen New Yorks, jetzt lebt sie mit ihrer Geliebten Greta, einer deutschen Schauspielerin, zurückgezogen in ihrer Wohnung und gibt Drogenparties für ihre Künstlerfreunde. Ein undichtes Abflußrohr bringt die junge "Frame"-Mitarbeiterin Syd und die ehemalige Starfotografin zusammen: Syd entdeckt am Plafond ihres Badezimmers einen nassen Fleck, geht einen Stock höher, um sich zu beschweren - und platzt mitten in eine von Lucys Parties. Weit mehr als Lucys Gäste - bedröhnte Typen, die auf Sofas und in Fauteuils herumliegen - erregen die Fotografien an den Wänden ihr Interesse. Sie besucht Lucy ein weiteres Mal, recherchiert in der Redaktion, überredet Lucy dazu, eine Titelstory für "Frame" zu gestalten. Die Fotografin erklärt sich einverstanden - aber nur unter einer Bedingung: Syd soll ihre persönliche Redakteurin werden. Und aus der Freundschaft der beiden Frauen entwickelt sich eine Liebesbeziehung.
"HIGH ART ist einer der wenigen Filme, in denen weibliche Homosexualität nicht als etwas Außergewöhnliches (sei es nun im positiven oder negativen Sinn) dargestellt wird. Vielmehr ist Lucys Sexualität etwas selbstverständliches, es wird nie zu einem Thema gemacht, 'warum' sie lesbisch ist oder wie 'es' dazu kam. Auch Syds Coming Out vollzieht sich ohne große Gefühlsausbrüche, ohne Panik oder Angst vor den aufkeimenden Regungen." (epd Film) Länge: 102 Minuten

Details

Ally Sheedy, Radha Mitchell, Patricia Clarkson u.a.
Lisa Cholodenko
Shudder To Think , Tracy McNight
Lisa Cholodenko

Kritiken

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User Kritiken

  • wirkung andauernd
    High Art ist die hohe Kunst nicht von der "unerträglichen Leichtigkeit des Seins" Angst zu haben. Der Film versucht nicht jemanden eine bestimmte Message aufs Auge zu drücken, sondern bildet viel meher etwas unaussprechliches , nicht niederschreibbares ab. Es ist einer der wenigen Filme, dessen Wirkung nachhaltig war - eine Stimmung produzierte, die gottseidank nicht zu beschreiben ist. Durch die eindringlichen Portraitbilder und die dazugehörige untermalende Musik ensteht ein Sog - und man ist im Film, im Wasser, schwimmt in keine Richtung, genießt nur ohne viel nachzudenken.