Histoire(s) du cinéma (Geschichte(n) des Kinos): 3B + 4A + 4B

 
90 min.
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Jean-Luc Godards Bilanz der Kinogeschichte ist das wohl unterhaltsamste Epos der 1990er Jahre: Filmausschnitte kollidieren und ergeben neuen Sinn, tragikomische Zwischenspiele beleuchten wie Querschläger das bisher Gesagte. Und in seiner gewohnt dialektischen Art arrangiert Godard darüber seine Gedanken zu Kino, Geschichte, Malerei oder Politik – zwischendurch sitzt er auch nur einfach, mit einem merkwürdigen Sonnenschirmkäppi bekleidet, Zigarre rauchend, hinter seiner Schreibmaschine. Sein sonorer Bass setzt den Grundton im atemberaubend komponierten Soundtrack, während sich der Holocaust in einem Pornofilm verhaspelt oder einem Schutzheiligen wie Alfred Hitchcock ein ganzes (4A) der unabhängig voneinander gebauten Kapitel gewidmet wird: Zu sehen sind die Histoire(s) daher einmal in toto und einmal in Episoden aufgeteilt. So oder so: ein Opus magnum, das bei jedem Wiedersehen reicher wird – danach ist nichts mehr im Film, wie es vorher war. (C.H.)

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Jean-Luc Godard

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