Jean-Luc Godard

In den 1960ern durchlebte die Bundesrepublik Deutschland eine ihrer radikalsten und kritischsten Phasen. Tausende Studenten und Bürger gingen auf die Straße, um gegen den Kapitalismus und den Staat aufzubegehren, weil sie in beiden Systemen faschistische Tendenzen zu erkennen glaubten. Aus dieser Bewegung ging die Rote Armee Fraktion (RAF) hervor, die vor terroristischen Aktionen nicht zurückschreckte, um ihre Anliegen durchzusetzen. In seinem Dokumentarfilm will Regisseur Jean-Gabriel Périot zeigen, ganz ohne Off-Kommentar und nur mittels Archivaufnahmen der damaligen Zeit, wie eine ganze Generation von jungen Leuten gegen den Staat zu protestieren begann und wie sich daraus eines der blutigsten Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte entwickelte.

Ein junger Mann stiehlt ein Auto, tötet einen Polizisten, der ihn verfolgt und verbringt einige Tage mit seiner amerikanischen Freundin.

Bei einer ärztlichen Untersuchung hat die die schöne Chansonsängerin Cléo (Corinne Marchand) erfahren, dass sie möglicherweise an Krebs erkrankt ist. Die Untersuchung liegt zwei Tage zurück, es ist 17 Uhr und das endgültige Untersuchungsergebnis soll um 19 Uhr vorliegen. Die junge Frau hat panische Angst vor der Diagnose und sucht eine Wahrsagerin auf, um sich die Karten legen zu lassen. Da das Ergebnis nicht gerade zufrieden stellend ist, durchstreift sie ziellos die Straßen von Paris, um sich abzulenken. Sie trifft sich mit Freunden und lernt im Park den Soldaten Antoine (Antoine Bourseiller) kennen, der am nächsten Tag zurück nach Algerien muss...

Die Journalistin und Privatdetektivin Paula Nelson kommt aus Paris nach Atlantic City, um ihren Verlobten Richard zu suchen, der sich dort versteckt hat. Sie findet ihn ermordet vor, weiß aber nicht, warum er getötet wurde. Auf ihrer Suche nach dem Täter wird sie selbst zur Mörderin und gerät zwischen Polizei, Agenten und Gangster. Ihre Lage scheint aussichtlos. Jean-Luc Godards letzter Film mit Anna Karina ist eine freie Adaption eines Kriminalromans von Donald Westlake, alias Richard Stark, gespickt mit Anspielungen auf das Gangsterkino Hollywoods und die Amerikanisierung Europas. Godard widmete seine Arbeit Sam Fuller und Nicolas Ray, seine Figuren tragen Namen wie Aldrich, Widmark, Siegel oder Mizoguchi.

Die Geschichte der Nana S.

— Vivre sa vie: film en douze tableaux

Nana ist eine mittellose junge Frau, die in Paris ein bescheidenes Leben führt. Als ihr Traum von der Schauspielerei platzt, entschließt sie sich, als Prostituierte zu arbeiten. Avantgardistischer Film-Essay von Godard mit seiner damaligen Ehefrau Anna Karina in der Hauptrolle. Durch Aufteilen des Films in 12 Kapitel sowie einen Gegensatz von Bild und Ton wird der Zuschauer dem Verfremdungseffekt unterzogen und zum aktiven Mitdenken angeregt.

Godards Film wurde 1987 beim Filmfestival in Cannes uraufgeführt und ist seither in keinem anderen Land außer Frankreich (erst ab 2002) im Kino gezeigt worden. Das Burg Kino zeigt ab 10.6.2016 exklusiv als österreichische Erstaufführung die englische Originalfassung.

1PM

— One P.M./One Parallel Movie

1969 kam Jean-Luc Godard in die USA, um mit Leacock und Pennebaker fürs dortige Fernsehen einen Film namens 1AM (One American Movie) über die zweifellos bevorstehende Revolution zu machen.

Dante lässt grüßen: Godard sieht einem kriegsgeschüttelten Europa beim Wiederaufbau zu und teilt seinen Film in drei Teile: «Hölle», «Fegefeuer» und «Paradies».

Der Film wird, zu Recht und so intendiert, als Skandal gewertet. Godards Glätte, die Ästhetik der Dessous und nackten Gliedmaßen, die teilnahmslose Kälte: eine Provokation.

Im Pariser Hotel Concorde St. Lazare hat sich eine Gruppe von Detektiven eingenistet, die heimlich die anderen Gäste ausspähen – den Piloten Emíle Chenal, den Box-Promoter Jim Warner, seinen Schützling Tiger Jones und die barbusige Prinzessin der Bahamas. Vor allem aber interessieren sich die Detektive für den Mafia-Boss The Prince, dessen kriminelle Mitarbeiter offenbar das ganze Hotel unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Dante lässt grüßen: Godard sieht einem kriegsgeschüttelten Europa beim Wiederaufbau zu und teilt seinen Film in drei Teile: «Hölle», «Fegefeuer» und «Paradies».

Der Film wird, zu Recht und so intendiert, als Skandal gewertet. Godards Glätte, die Ästhetik der Dessous und nackten Gliedmaßen, die teilnahmslose Kälte: eine Provokation.

Im Pariser Hotel Concorde St. Lazare hat sich eine Gruppe von Detektiven eingenistet, die heimlich die anderen Gäste ausspähen – den Piloten Emíle Chenal, den Box-Promoter Jim Warner, seinen Schützling Tiger Jones und die barbusige Prinzessin der Bahamas. Vor allem aber interessieren sich die Detektive für den Mafia-Boss The Prince, dessen kriminelle Mitarbeiter offenbar das ganze Hotel unter ihre Kontrolle gebracht haben.

Maria und Joseph

— 'Je vous salue, Marie

Godard erzählt eine zeitgenössische Heilsgeschichte.

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