Jean-Luc Godard

Eine verheiratete Frau

— Une femme mariée: Suite de fragments d'un film tourné en 1964

Die 27-jährige Charlotte ist zum zweiten Mal verheiratet und hat einen Sohn aus erster Ehe. Da ihr Mann als Pilot arbeitet und viel unterwegs ist, trifft sich die Redakteurin einer Frauenzeitschrift regelmäßig mit einem Schauspieler zum Schäferstündchen. Doch dann erfährt Charlotte, dass sie schwanger ist.

Die Geschichte der Nana S.

— Vivre sa vie: film en douze tableaux

Nana ist eine mittellose junge Frau, die in Paris ein bescheidenes Leben führt. Als ihr Traum von der Schauspielerei platzt, entschließt sie sich, als Prostituierte zu arbeiten. Avantgardistischer Film-Essay von Godard mit seiner damaligen Ehefrau Anna Karina in der Hauptrolle. Durch Aufteilen des Films in 12 Kapitel sowie einen Gegensatz von Bild und Ton wird der Zuschauer dem Verfremdungseffekt unterzogen und zum aktiven Mitdenken angeregt.

Ein junger Mann stiehlt ein Auto, tötet einen Polizisten, der ihn verfolgt und verbringt einige Tage mit seiner amerikanischen Freundin.

Der französische Fotograf Bruno Forestier desertiert während des Algerienkrieges in die Schweiz. Zwar ist er ohne politische Überzeugung, jedoch Mitglied der rechtsextremen französischen OAS und soll in deren Auftrag einen Radiojournalisten ermorden, der die algerische Unabhängigkeitsbewegung unterstützt. Schauplatz ist Genf, wo sich auf neutralem Boden die OAS und arabische Agenten gegenüber stehen und sich blutig bekämpfen. Als er sich in die hübsche Veronica verliebt, die für die algerische Befreiungsorganisation FLN, also für die Gegenorganisation, arbeitet, und deshalb bei der Ausführung des Attentats zögert, gerät er unter Druck. Bruno wird von der FLN gekidnappt und gefoltert, kann jedoch entkommen und möchte mit Veronica seinem Leben entfliehen. Doch für einen Rückzieher ist er schon zu tief zwischen die Fronten geraten.

Mit über 80 hat Godard seinen ersten 3D-Film gedreht und führt uns die Möglichkeiten dieser Technik mit bisher ungekannter Perfektion vor Augen.

Dante lässt grüßen: Godard sieht einem kriegsgeschüttelten Europa beim Wiederaufbau zu und teilt seinen Film in drei Teile: «Hölle», «Fegefeuer» und «Paradies».

Jean-Luc Godard kombiniert Dokumentarbilder über die Probenarbeit der Rolling Stones zu ihrem Song „Sympathy for the Devil“ mit Interviews, Statements und allegorischen Szenen aus dem Umfeld der Black-Power-Bewegung: Der französische „Nouvelle Vague“-Regisseur auf der Suche nach neuen, subversiven Ausdrucksformen als Äquivalent zur revolutionären Aufbruchsstimmung des „Pariser Mai“ 1968. „Eins plus Eins“ ist Godards Abschied vom bürgerlichen Kino, zu dem er endgültig erst 1980 mit „Rette sich, wer kann (das Leben)“ zurückkehren wird.

Eine verheiratete Frau

— Une femme mariée: Suite de fragments d'un film tourné en 1964

Die 27-jährige Charlotte ist zum zweiten Mal verheiratet und hat einen Sohn aus erster Ehe. Da ihr Mann als Pilot arbeitet und viel unterwegs ist, trifft sich die Redakteurin einer Frauenzeitschrift regelmäßig mit einem Schauspieler zum Schäferstündchen. Doch dann erfährt Charlotte, dass sie schwanger ist.

Mit über 80 hat Godard seinen ersten 3D-Film gedreht und führt uns die Möglichkeiten dieser Technik mit bisher ungekannter Perfektion vor Augen.

Dante lässt grüßen: Godard sieht einem kriegsgeschüttelten Europa beim Wiederaufbau zu und teilt seinen Film in drei Teile: «Hölle», «Fegefeuer» und «Paradies».

Jean-Luc Godard kombiniert Dokumentarbilder über die Probenarbeit der Rolling Stones zu ihrem Song „Sympathy for the Devil“ mit Interviews, Statements und allegorischen Szenen aus dem Umfeld der Black-Power-Bewegung: Der französische „Nouvelle Vague“-Regisseur auf der Suche nach neuen, subversiven Ausdrucksformen als Äquivalent zur revolutionären Aufbruchsstimmung des „Pariser Mai“ 1968. „Eins plus Eins“ ist Godards Abschied vom bürgerlichen Kino, zu dem er endgültig erst 1980 mit „Rette sich, wer kann (das Leben)“ zurückkehren wird.