Honig und Asche

 Schweiz, Tunesien 1996

Miel et cendres

Independent 80 min.
film.at poster

Drei Frauen und ihr sehr persönlicher Kampf gegen eine verklemmte tunesische Männergesellschaft stehen im Zentrum des Spielfilmdebüts der ägyptisch-schweizerischen Regisseurin Nadia Fares.

HONIG UND ASCHE erzählt die Geschichte und das Schicksal von drei Frauen im heutigen Nordafrika: Naima, Ärtzin, Amina, Universitätsabsolventin, und Leila, eine junge Studentin, versuchen, ihr Leben und ihre Beziehungen mit Männern zu meistern. Obwohl sie aus verschiedenen sozialen Schichten stammen und verschiedenen Alters sind, kreuzen sich ihre Wege und zeigen subtile Formen des Patriachats auf.

Im Alter von zwanzig Jahren ist Leila noch ein junges, rebellierendes Mädchen mit einem wilden Drang nach Freiheit. Sie verlässt ihre Familie und schafft es, sich eine Existenz als Studentin aufzubauen, indem sie ihr Geld teilweise als Prostituierte verdient, was ihr schließlich zum Verhängnis wird.

Amina heiratet mit dreißig Jahren ihren ehemaligen liberalen Universitätsprofessor und denkt, eine gewisse Stabilität in ihrem Leben gefunden zu haben. Sie versucht, ihre kleine Familie aufrechtzuerhalten, bis sie sich entscheidet, ihren Mann zu verlassen. Einer seiner Wutausbrüche brachte sie ins Spital.

Naima, 45 Jahre alt, engagiert sich voll in ihrem Beruf als Ärztin und als Mutter - Naima steht für Leila ein und behandelt Aminas verletzte Hand. Mit ihnen verbindet Naima auch die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten Leben und dem Traum von einer lebbaren Beziehung. Denn als junges Mädchen ist Naima selbst nach Russland studieren gegangen, um dem von ihrer Familie ausgewählten Mann zu entrinnen. Sie gibt ihre positiven Erfahrungen und ihr Selbstbewusstsein an ihre Tochter Mounia weiter, eine Hoffnungsträgerin für eine bessere Zukunft.

Details

Nozha Khouadra,Jammel Sassi,Amel Hedhili, Naj Naheh, Samia Mzali
Nadia Fares
Jean-Francois Bovard, Mami Azairez, Slim Larnaout
Ismael Ramirez
Nadia Fares, Yves Kropf

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Kinoprogramm

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