I Killed My Mother

 CAN 2009

J'ai tué ma mère

Drama, Biografie 10.06.2011 100 min.
7.50
I Killed My Mother

Das 20-jährige Allroundtalent Xavier Dolan ist nicht nur für Regie, Buch und Produktion verantwortlich, sondern spielt auch selbst die Hauptrolle.

Der alltägliche Wahnsinn einer Mutter-Sohn-Beziehung in der Pubertät: Der 16-jährige Hubert und seine Mutter Chantale liegen sich ständig in den Haaren. Vor allem ihre Essgewohnheiten, aber auch ihr Kleidungsstil nerven ihn gewaltig, er fühlt sich vollkommen unverstanden. Sein homosexuelles Outing macht die Situation nicht gerade einfacher. Bei Hubert führt die heikle Lage zu krassen Fantasien. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Konflikt eskaliert . . .

Details

Anne Dorval, Xavier Dolan, François Arnaud, Suzanne Clément u.a.
Xavier Dolan
Nicholas Savard-L'Herbier
Stéphanie Anne Weber Biron
Xavier Dolan
Filmladen Filmverleih

Kritiken

Kinoprogramm

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User Kritiken

  • Mord in Gedanken
    Der eigenwillige Vorspann weckt neben dem Titel das Interesse und man bleibt dran. Die permanenten Auseinandersetzungen mit heftigsten Streitereien zwischen Mutter (Anne Dorval) und Sohn (Xavier Dolan) wirken echt und sind durchaus überzeugend. Der Hammer für die Mutter ist aber, dass sie von Fremden erfahren muss, dass ihr Sohn schwul ist. Wir sehen eine ganze Palette von Gefühlen, die die Mutter nach dem Schock durchlebt, ebenso wie die Schwierigkeiten, des Sohnes. Es wird weder für sie noch für ihn Partei ergriffen in dieser Schilderung einer phasenbedingten Hass-Liebe. Und auch das Umfeld wird eindrucksvoll geschildert. Vor allem die Lehrerin (die ihn nicht verführt!) und der Direktor der Schule, dem nach einer anklagenden Bemerkung gegenüber der Mutter von dieser aber so was von tüchtig der Kopf gewaschen wird, dass die Telefonleitung glüht.
    Das Mutter-Sohn Verhältnis verdeutlichen zwei Aussagen. ’Wären meine Mutter und ich Fremde, würden wir uns mögen’. Und am Ende einer lautstarken gegenseitigen Beschimpfung fragt Hubert sie ’Was tust du, wenn ich heute sterbe?’ Er geht, ohne die Antwort abzuwarten, hört also nicht, dass sie sagt ’Dann sterbe ich morgen’.
    Ein erstaunliches Erstlingswerk, das emotional beeindruckt, filmtechnisch überraschend überzeugt und dabei auch noch ein heikles Thema angeht.