Il mistero di Oberwald

 Italien 1979
film.at poster

Antonionis Filme sind Experimentalfilme im eigentlichen Sinn, vollziehen ständig Dehnungsübungen an den Grenzen des narrativen Kinos. Am augenfälligsten in Il mistero di Oberwald, obwohl sich diese Arbeit in Schauspiel und Form als seine konventionellste präsentiert. Aber die Theatralik und Cocteaus (von ihm selbst bereits recht theatralisch verfilmtes) Stück um einen Anarchisten, in den sich die Königin verliebt, gelten Antonioni wenig, die Wahl des Stoffes erfolgte angeblich fast zufällig. Mit Il mistero di Oberwald wagt Antonioni vielmehr einen Versuch mit dem neuen, noch recht kruden Medium Video, so wie er sich in Il deserto rosso an der Farbe versuchte: Er appliziert künstliche Nebelschleier und plaziert geisterhafte Figuren im Hintergrund. Und er verwendet Farbfilter, ähnlich der Virage im frühen Kino, als erzählerisches Mittel: ein Stummfilm mit Ton, ein Drama der Ästhetiken. (Filmmuseum)

Details

Monica Vitti, Franco Branciaroli, Paolo Bonacelli, Elisabeth Pozzi
Michelangelo Antonioni
Guido Turchi
Luciano Tovoli
Antonioni, Tonino Guerra, nach Jean Cocteaus Stück "L'Aigle a Deux Tetes";

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